Kunststoff Polyacetal ersetzt Metall bei Förderketten

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Bessere Reinigung, niedrigeres Gewicht und wenig Wartungsaufwand sind Gründe, Förderketten aus dem Kunststoff Polyacetal (POM) statt aus Metall herzustellen. Bei Scharnierband- und Mattenketten wurden dadurch verschiedene Vorteile erzielt, die sich hinsichtlich Anlagenverfügbarkeit und Betriebskosten positiv bemerkbar machen, insbesondere bei hohen hygienischen Anforderungen.

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Zuverlässigkeit, Kosteneffizienz und Verfügbarkeit sind die Hauptkriterien bei der Auswahl von Fördersystemen. So sollen Scharnierband- und Mattenketten kontaminationsarm, energieeffizient und wartungsarm betrieben werden können. Daher hat sich die Iwis Antriebssysteme GmbH & Co. KG, München, bei der Produktreihe Flexon für Kettenelemente aus dem POM-Kunststoff Delrin entschieden. Dieses Polyacetalpolymer des Herstellers Dupont ermöglicht die Erzeugung anwendungsspezifischer Eigenschaftsprofile, was die Kombination betrifft aus:

  • mechanischer Belastbarkeit,
  • Dimensionsstabilität und
  • Gleitverhalten.

Die Gründe dafür liegen einerseits in den Möglichkeiten der Modifizierung. So gibt es den Kunststoff in unterschiedlichen Versionen:

  • als unverstärktes Polyacetal mit mittlerer Viskosität als Standardversion für Förderketten,
  • als verschleiß- und reibungsarmen Mehrzweckkunststoff mit Innenschmierung,
  • als modifiziertes Polyacetal mit PTFE-Mikropulver (Teflon) für Anwendungen mit niedrigem Reibungskoeffizient und erhöhtem Widerstand gegen Verschleiß bei der Gleitpaarung gegen Stahl oder sich selbst sowie
  • als hochviskosen Thermoplast, dessen Verstärkung mit Aramidfasern die Kettenoberfläche laut Dupont besonders abriebfest macht.

Zweikomponenten-Spritzgießen mit POM möglich

Andererseits lässt sich der POM-Kunststoff im Zweikomponenten-Spritzgießverfahren verarbeiten. Das Ergebnis sind Kettenglieder mit einer rutschfesten, weichen Oberfläche aus thermoplastischem Elastomer (TPE).

Die Vorteile der Kettenelemente aus dem Kunststoff Delrin liegen auf der Hand: Der Geräuschpegel in Fördersystemen ist bis zu 80% niedriger als der von Metallausführungen. Außerdem sind die Kunststoffglieder bis zu 40% leichter, so dass entweder die Antriebsleistung reduziert oder die Förderleistung gesteigert werden kann.

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