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Pöppelmann auf der Hannover-Messe 2016

Polymere Problemlöser vom Familienunternehmen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Das Mucell-Verfahren des Hannover-Messe-Ausstellers Pöppelmann, bringt Autobauern Vorteile: Egal ob bei Batterieboxen oder Befestigungssystemen, häufig können das Gewicht deutlich reduziert und Dichtevorteile erziel werden.
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Das Mucell-Verfahren des Hannover-Messe-Ausstellers Pöppelmann, bringt Autobauern Vorteile: Egal ob bei Batterieboxen oder Befestigungssystemen, häufig können das Gewicht deutlich reduziert und Dichtevorteile erziel werden. (Bild: Pöppelmann)

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Das in der Kunststoffverarbeitung erfahrene Unternehmen Pöppelmann produziert mit innovativen Produktionsverfahren etwa PUR-Dichtungen für verschiedene Branchen und Leichtbauteile für die Automobilindustrie, was unter anderem mit dem erfolgreichen Mucell-Verfahren geschieht. Halle 6, Stand B18.

Seit 1949 hat sich Pöppelmann zu einem führenden Hersteller in der kunststoffverarbeitenden Industrie entwickelt. Der Familienbetrieb aus Lohne, mit weltweit 1700 Mitarbeitern, gliedert sich in vier Geschäftsfelder:

Schützende Kunststoff-Accessoires

Im Bereich „Kapsto“ werden in erster Linie Kappen und Stopfen hergestellt, die zum Schützen und Verschließen von Bohrungen, Rohren oder Gewinden eingesetzt werden. Bei Pöppelmann K-Tech werden hochpräzise technische Kunststoff-Spritzgussteile von der Entwicklung bis zur Serie unter anderem für die Bereiche erneuerbare Energien, den Maschinen- und Apparatebau sowie die Automobil- und Elektroindustrie gefertigt. Für die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie sowie die Medizintechnik entwickelt und produziert die Abteilung Famac technische Funktionsteile und Verpackungen. Das vierte Segment Pöppelmann Teku vertreibt Pflanztöpfe und professionelle Anzuchtsysteme für den Erwerbsgartenbau.

Innovation, Effizienz und Wirtschaftlichkeit haben in der Produktion des Unternehmens höchste Priorität. Deswegen werden bei Pöppelmann kontinuierlich neue Produktionsverfahren entwickelt und Materialien erprobt.

Im Kompetenzbereich Pöppelmann K-Tech werden beispielsweise mithilfe des Fipfg-Verfahrens PUR-Dichtungen passgenau mit Kunststoffelementen kombiniert. Eine weitere innovative Technik ist das Mucell-Verfahren, womit das Unternehmen Leichtbauteile für die Automobilindustrie produziert.

Nahtlose Übergänge bei PUR-Dichtungen

Traditionell werden als Dichtungen statische Lösungen montiert oder im 2K-Spritzguss angebracht. „Ortsgeschäumte PUR-Dichtungen sind eine wirtschaftliche Alternative zu diesen Verfahren“, erläutert Andreas Kellermann, Verkaufsleiter K-Tech bei Pöppelmann. Sie schützen einerseits vor Schmutz, Ölen, Fetten, Chemikalien und Wasser. Andererseits verringern sie Vibrationen, Lärm und Schwingungen. Letzteres spielt vor allem in der Automobilindustrie, aber auch in der Elektrotechnik und im Maschinen- und Apparatebau eine Rolle.

Weil die Dichtungen direkt im Bauteil aufgeschäumt werden, spricht man auch vom Fipfg-Verfahren (formed-in-place-foam-gasket). Ein CNC-Dosierkopf bringt die Dichtung an der am Kunststoffteil vorgesehenen Nut auf. Aufgrund der automatischen Steuerung lässt sich der Schäumprozess jederzeit reproduzieren. Da der Schaum an der Kopplungsstelle ineinander wächst, entsteht im Gegensatz zu eingelegten Schnurdichtungen keine Nahtstelle. Härtegrad sowie Höhe und Breite der Schaumdichtung sind individuell einstellbar.

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