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Ein integrierter Druckregler entkoppelt die Prüfung von Primärdruckschwankungen und gewährleistet eine hohe Ergebnistreue. Über einen zweiten Sensor überwacht das Modul selbstständig den Versorgungsdruck und unterbricht bei einem Druckausfall oder einem zu niedrigen Prüfdruck den Prozess schon vor der eigentlichen Prüfung. Dadurch ist ein präventiver Schutz installiert.
Die pneumatische Positionskontrolle lässt sich trotz der hohen Funktionsintegration einfach bedienen. Der Inbetriebnehmer stellt den gewünschten Spalt zwischen Prüfobjekt und Messdüse beispielsweise über eine Fühlerlehre her. Eindeutige Symbole auf dem Prüfblock zeigen die erforderlichen Drehrichtungen für die Einstelldrossel. Leuchtet die grüne LED-Anzeige auf, wird die Einstellung mit einer Arretierung fixiert (Bild 3). Eine Skala an der Einstelldrossel vereinfacht die Umrüstung auf neue Werkstücke: Bei einem Wechsel des Messmoduls oder bei einer Systemerweiterung um ein oder mehrere Messmodule stellt der Bediener lediglich einen definierten numerischen Referenzwert ein und schließt das Modul über einen M12-Stecker elektrisch an.
Großserien-Ventilträger ist Basis der Entwicklung
Das neue Funktionsmodul basiert auf den bewährten Komponenten des hochmodularen Großserienventilträgersystems CD01-PA von Rexroth nach ISO 15047-1 mit 26 mm Baubreite. Der umfangreiche Baukasten eröffnet vielfältige Kombinationsmöglichkeiten der Komponenten. Der Ventilträger nimmt bis zu acht Prüfblöcke auf und kann darüber hinaus mit einer großen Anzahl von Steuerventilen erweitert werden. Damit kann der Anwender mehrere Messpunkte an einem Werkstück oder mehrere Prüfobjekte gleichzeitig kontrollieren. Über unterschiedliche Wegeventil-Kombinationen skaliert Rexroth die Funktionalitäten der Systemlösungen.
Je nach Einbausituation erfolgt die Montage des Systems auf einer Grundplatte, die entweder aus Kunststoff gefertigt und mit einem Steckanschluss versehen ist oder aus einer Aluminiumlegierung mit Gewinde-Anschluss besteht. Über Einzel-Anschlussplatten kann der Anwender die Prüfblöcke auch in unmittelbarer Nähe der Messdüsen montieren. Dadurch ist es möglich, die Druckluftleitungen zu verkürzen sowie die Ansprechzeiten des Prüfsystems zu reduzieren.
Das Steuer- und Messsystem MS01 erhöht deutlich die Prozesssicherheit in der automatisierten Fertigung mit einem sehr niedrigen Investitions- und Inbetriebnahmeaufwand. Weil das System die Bearbeitung nur bei maßhaltigen und richtig positionierten Werkstücken freigibt, werden die Stückkosten gesenkt. Das reduziert die Kosten für Qualitätsfertigung und verringert die Gefahr von Werkzeugbeschädigungen, beispielsweise durch splitternde oder berstende Teile.
Sabine André ist Produktmanagerin Ventile im Geschäftsbereich Pneumatics bei der Bosch Rexroth AG in 30880 Laatzen.
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