Energiemanagement Präzise Verbrauchsanalyse je Teil und Maschine senkt Energiekosten

Ein eigens entwickeltes Energiemanagementsystem ermöglicht eine präzise Erfassung und Analyse der Verbrauchswerte von Spritzgießmaschinen. Erst dadurch wird es möglich, die jeweils energieeffizienteste Maschine auszuwählen. Darüber hinaus wird so weniger umweltschädliches CO2 freigesetzt.

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Bild 1: Wettbewerbsfähige Spritzgießbetriebe brauchen ein umfangreiches Energiemanagement, um den Energieverbrauch ihrer Fertigung pro Maschine zu erfassen. (Bild: Siemens)
Bild 1: Wettbewerbsfähige Spritzgießbetriebe brauchen ein umfangreiches Energiemanagement, um den Energieverbrauch ihrer Fertigung pro Maschine zu erfassen. (Bild: Siemens)

Angesichts steigender Energiekosten sowie immer strengerer Umweltvorschriften ist es an der Zeit, die Energiesparpotenziale im Spritzgießbetrieb kontrollierter zu nutzen. Ein dazu entwickeltes Energiemanagementsystem ermöglicht eine präzise Erfassung und Analyse der Verbrauchswerte mithilfe des weltweit eingesetzten Scada-Systems und von Multifunktionsmessgeräten von Siemens.

Energieeffizienz bei Spritzgießmaschinen besonders interessant

Spritzgießmaschinen sind aus physikalischen Gründen mit relativ hohem Stromverbrauch verbunden. Zu den maßgeblichen Verbrauchern im Spritzgießbetrieb zählen aber nicht nur die Antriebe und Heizungen der Spritzgießmaschine, sondern auch unterschiedlichste Peripheriegeräte von der Materialzufuhr bis zum Produkthandling.

Der Verbrauch an elektrischer Energie schlägt bei den produzierten Formteilen heute mit etwa 5% vom Stückpreis zu Buche. Hinzu kommt, dass nach den Kunststoffherstellern auch die Verarbeiter zunehmend unter dem Druck stehen, den sogenannten Carbon Footprint ihrer Fertigung zu reduzieren. Denn jede verbrauchte Kilowattstunde Strom entspricht etwa der Freisetzung von 630 g CO2.

Energiemanagementsystem spart Strom und vermeidet Lastspitzen

Der Nutzen einer präzisen Erfassung und Analyse des Energieverbrauchs liegt folglich darin, die jeweils energieeffizienteste Spritzgießmaschine oder -zelle für den jeweiligen Auftrag zu wählen und Lastspitzen zu vermeiden. Das spart Strom und minimiert zugleich den Einsatz nicht erneuerbarer fossiler Brennstoffe im Sinn eines nachhaltigen Energiemanagements.

Ein weiterer Vorteil ist die direkte Rückmeldung des Erfolges bei der energetischen Optimierung des Prozesses. Änderungen der Betriebsparameter können sofort mit der Änderung des Energieverbrauches je Spritzvorgang verglichen werden. Das Energiemanagementsystem ermöglicht auch einen langfristigen Vergleich des Energiekonsums.

Das in Schwaig bei Nürnberg ansässige Unternehmen Sumitomo (SHI) hat deshalb gemeinsam mit Siemens ein Energiemanagementsystem entwickelt, das der wachsenden Nachfrage der Spritzgießindustrie nach einer Möglichkeit zur detaillierten Zuordnung der Stromverbrauchskosten pro Maschine und Formteil entgegenkommt.

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