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Völlige Neuorientierung ist gefordert
Die Möglichkeiten der 3D-Druckverfahren im Flugzeugbau präsentierte anschließend Jörg Sander von der Firma Airbus DS Electronics & Border Security. Der Bereich des 3D-Drucks ist zuletzt um mehr als 30 % pro Jahr gewachsen. Der Vorteil der Verfahren liegt in der Produktion vor Ort, der reduzierten Lagerhaltung und der Möglichkeit sehr schnell Bauteile zur Verfügung zu haben, so Jörg Sander.
Darüber hinaus eröffnen sich neue Möglichkeiten in der Bauteilgestaltung. Es lassen sich integrierte Bauteile realisieren, die vorher aus mehreren Bauteilen zusammengesetzt wurden. Wenn es gelingt aus 10 ursprünglichen Bauteilen ein Bauteil zu machen stellt sich nicht mehr die Frage nach den Kosten, so der Referent. Bei additiven Fertigungsverfahren ist eine vollkommene Neuorientierung in allen Produktentstehungsphasen notwendig. Für die Konstrukteure bedeutet dies einen Paradigmenwechsel in ihrem Verständnis von der Bauteilkonstruktion. Generative Verfahren ermöglichen Gewichtsreduzierungen zwischen 30 % und 55 %, eine Reduzierung der Lieferzeit von bis zu 90 %, bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen bis 10 % und Energieeinsparungen bis 90 %, führte Sander weiter aus.
Individuelles Schreibgerät für jeden
Dr. Vyhnal von der Firma Staedtler Mars GmbH & Co. KG aus Nürnberg beleuchtete die Möglichkeiten des 3D-Drucks im Konsumgüterbereich. Unter dem Begriff „3Dsigner“ erfolgt die Individualisierung von Schreibgeräten mittels 3D-Druck. Der Trend beim Konsumenten geht heute hin zu individualisierten Produkten. Der 3Dsigner stellt das erste individualisierbare Schreibgerät auf Basis der additiven Fertigungsverfahren dar. Mithilfe der Stereolithographie wird es für jeden möglich ein individuelles Schreibgerät zu erhalten. Die Zielgruppe hierbei sind junge Leute sowie Schreibanfänger in der zweiten und dritten Klasse. Die Individualisierung erlaubt mehr als 100.000 verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, betont Vyhnal.
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