KNF-Forum 3D-Drucktechnologie

Praktiker plaudern aus dem 3D-Druck-Nähkästchen

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Reparatur- und Ersatzteilkosten reduzieren

Klaus Eimann von der Procter & Gamble Manufacturing GmbH in Marktheidenfeld präsentierte abschließend die Einsatzmöglichkeiten der laseradditiven Verfahren im Werkzeugbau. Bei Procter & Gamble kommen drei Schwerpunktverfahren zum Einsatz: Das Lasermetall-Deposition- (LMD) und das Selective Laser Melting Verfahren (SLM) sowie das Laser Micromachining (LMM).

Während beim LMD-Verfahren gezielt Metallschichten auf Bauteile aufgetragen werden können, was Materialkombinationen wie etwa Kupfer Kerne mit Stahlummantelung ermöglicht, werden beim SLM-Verfahren ganze Strukturen incl. konturnaher Kühlkanäle aufgebaut. Das LMM Verfahren ermöglicht das Einbringen von Entlüftungen an bisher unerreichbaren Stellen des Werkzeugs.

Der Einsatz der Verfahren im Bereich der Werkzeuggestaltung sowie der Werkzeuginstandhaltung ermöglicht es kostengünstig, punktuell und vor allem sehr schnell Werkzeuge zu überarbeiten und wieder in den Produktionsprozess zurückzuführen. Die Technologien sparen Reparaturkosten sowie Kosten für die Ersatzteillagerhaltung. Die Maschinenverfügbarkeit steigt deutlich. „Die additiven Fertigungsverfahren bieten ein technologisches Potenzial das es zu nutzen gilt. Wer das heute nicht erkennt, wird sehr schnell den Anschluss verlieren“, resümierte Klaus Eimann. MM

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