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Gummiverarbeitung Premiere! Erste Coilstation mit automatischer Gewichtsanpassung

| Redakteur: Peter Königsreuther

Wickert hat eine Coilstation für die Gummiverarbeitung entwickelt, die über eine Wägezelle verfügt. So gelingt die automatische Gewichtsanpassung. Auch sei es das erste Stand-alone-System dieser Art.

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Wickert Maschinenbau bietet jetzt erstmals eine Coilstation für Gummi als Stand-alone-System an. Nicht zuletzt kann sie sogar in Reinräumen der ISO-Klasse 8 eingesetzt werden.
Wickert Maschinenbau bietet jetzt erstmals eine Coilstation für Gummi als Stand-alone-System an. Nicht zuletzt kann sie sogar in Reinräumen der ISO-Klasse 8 eingesetzt werden.
(Bild: Wickert)

Mit der jetzt erstmals als Stand-alone-Modell erhältlichen Anlage, die auch noch reinraumtauglich nach ISO-Klasse 8 ist, lässt sich das Rollenmaterial, wie es heißt, ohne Dehnungseffekt von seiner Trennfolie abwickeln. Deshalb kann es danach auch präzise zugeschnitten werden. Bei Abweichungen von ±1 g wird die Länge des Zuschnitts automatisch angepasst, sagt Wickert Maschinenbau.

Gewichtsanpassung erhöht Durchsatz

Vom Coil kann eine bis zu 530 mm breite und 0,8 bis 6,5 mm starke Gummibahn zu Abschnitten mit Längen zwischen 350 mm und 920 mm verarbeitet werden. Diese können dann entweder manuell oder auch vollautomatisiert an bereit stehende Gummipressen übergeben werden, erklärt der Hersteller.

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Laut Wickert ist die selbstständige dynamische Gewichtsanpassung des Zuschnitts momentan weltweit einzigartig. Wegen dieses Features erreicht das System im Vergleich zu anderen, besonders im Automatikbetrieb, einen hohen Durchsatz.

Eine Steuerung mit Selbstoptimierungseffekt

Die Aufnahme der Station erlaubt es Coils mit bis zu 600 mm Durchmesser und einem Gewicht von maximal 100 kg einzulegen. Automatisch werden die Gummicoils dort mittig geklemmt, betont Wickert. Aufgrund der ergonomisch konstruierten Führungen lassen sich die Bahnen einfach einfädeln, heißt es weiter.

Über Umlenk- und Vorschubwalzen rollt die Gummibahn dann ab und wird zum Querschneider geführt. Gleichzeitig wird die Trennfolie abgelöst und auf einer pneumatisch arbeitenden Spannwelle aufgewickelt. Ein Sensor misst dabei permanent den Durchmesser des aufgerollten Materials. Die Geschwindigkeit und die Kraft, mit der sich die Spannwelle bewegt, würden dabei selbsttätig optimiert.

Die Gummifolie wird anschließend zur Schneideeinheit geführt. Ein quer fahrendes Rundmesser macht daraus Abschnitte in der gewünschten Länge. Ein Sensor überwacht dabei, ob das Längenmaß im Sollbereich liegt. Für eine präzise Schnittführung können die Linienführung und der Andruck des Messers eingestellt werden.

Danach wird der Zuschnitt über ein Transportband auf eine Plattform mit Wägezelle bewegt und das Gewicht bestimmt. Bei Überschreiten der vorgegebenen Gewichtstoleranz optimiert die Steuerung selbstständig die nachfolgenden Längsschnitte. Schließlich kann der Zuschnitt manuell oder automatisiert an die Gummipresse zur weiteren Verarbeitung übergeben werden.

Leichte Kommunikation mit der Gummipresse

Die Bedienung der Coilstation erfolgt über ein 10“-Touchpanel. Bei einer automatisierten Fertigung ließen sich alle Funktionen problemlos in die Maschinensteuerung der Presse integrieren. Das Transportgewicht der robust gebauten Anlage liegt bei maximal 1,8 t, so dass sie mit einem Stapler transportierbar und leicht zu installieren ist.

Alle produktberührenden Bauteile sind entweder aus Kunststoff oder Edelstahl und für den Einsatz in der Pharma- und Lebensmittelindustrie geeignet. Hierfür hat die Coilstation eine Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration FDA, wie Wickert anmerkt.

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