Lemacher Hydraulik Pressenzylinder, die keine Sondermaßnahmen erfordern
Für hydraulische Pressen stehen Hydraulikzylinder in verschiedenen Bauformen zur Verfügung. Um den geeigneten Zylinder zu finden, müssen die Unterschiede bekannt sein. Die Gegenüberstellung von drei unterschiedlichen Varianten zeigt, dass ein Eilgangzylinder die bessere Wahl sein kann.
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Die Einsatzbereiche von Hydraulikzylindern sind sehr verschieden. Zudem gibt es sie in zahlreichen Bauformen. Deshalb sollen im folgenden Beitrag die Zylinder – vor allem für hydraulische Pressen – vorgestellt und deren Unterschiede sowie Vor- und Nachteile aufgezeigt werden.
Der Differenzialzylinder ist ein Hydraulikzylinder mit einem Flächenverhältnis von Kolben- zu Ringfläche von 2:1. Viele hydraulische Pressen haben für die Schließbewegung einen Eilgang (Eilvorlauf) und einen Krafthub (Arbeitshub). Das Öffnen erfolgt dann wieder im Eilgang (Eilrücklauf).
Bei einem Flächenverhältnis von 2:1 ist die Kolbenstangenfläche genau so groß wie die Ringfläche. Die Kolbenfläche wird also in zwei gleiche Teile aufgeteilt. Verbindet man durch entsprechende Ventile den Kolben- mit dem Ringraum, dann spricht man von Differenzialschaltung. Für den Krafthub wird die Verbindung getrennt, damit die gesamte Kolbenfläche wirksam wird. Die Kolbengeschwindigkeit im Eilvorlauf und im Eilrücklauf ist gleich groß, die Arbeitsgeschwindigkeit halb so groß.
Mit Nachsaugzylinder Eilrückhub mit hoher Geschwindigkeit ermöglichen
Bei hydraulischen Pressen ist das Flächenverhältnis von 2:1 in den meisten Fällen zu klein. Deshalb nutzt man häufig Nachsaugzylinder, deren Ringfläche verkleinert ist, sodass der Eilrückhub mit hoher Geschwindigkeit erfolgen kann. Für den Eilvorlauf wird die Schwerkraft oder ein kleiner Zylinder (Eilgangzylinder) eingesetzt. Der Kolbenraum wird durch ein Füll- oder Nachsaugventil mit Druckmittel gefüllt. Während des Eilvorlaufs entsteht also ein Unterdruck im Kolbenraum und der atmosphärische Druck fördert das Druckmittel dorthin.
Zur Beurteilung des Nachsaugverfahrens sollte die im Druckmittel gelöste Luft berücksichtigt werden. Sie ist erst schädlich, wenn sie in freien Bläschen auftritt. Dies entsteht oder wird gefördert durch den Unterdruck. Die Folge ist Strömungskavitation und es entstehen Kavitationsblasen. Beim Zusammenbrechen der Blasen (Implosion) schlagen Flüssigkeitsteilchen mit hoher Geschwindigkeit Krater – auch in harte Oberflächen. Außerdem kann das Dichtungen zerstören.
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Datei: Infobroschüre_Hydroquick.pdf
(ID:43172300)