Offene Simulationsplattform Produkte über den gesamten Lebenszyklus simulieren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit Simulation Management und Systems Architecture stellt Aras zwei Applikationen vor, die Teil einer flexiblen, skalierbaren und offenen Plattform sind. Jetzt sollen erstmals Simulationen über den gesamten Lebenszyklus hinweg möglich sein.

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Aras Simulation Management bietet eine grafische Visualisierung zur besseren Nachverfolgung und schnelleren Navigation von Simulationsversionen.
Aras Simulation Management bietet eine grafische Visualisierung zur besseren Nachverfolgung und schnelleren Navigation von Simulationsversionen.
(Bild: Aras)

Komplexere Produkte lassen sich meist nur noch mit einem Simulationswerkzeug begegnen. Dabei kommen unterschiedliche Simulationsarten mit den Werkzeugen verschiedener Hersteller zum Einsatz: 3D, Systemsimulation, mathematische Modelle, Elektronik oder Embedded Software. Viele Unternehmen verwalten ihre Simulationen in Silos mit hochspezialisierten Tools. Nur eine kleine Gruppe von Experten hat Zugriff. Die Simulation ist nicht mit dem Rest der Organisation verbunden. Damit ist der Nutzen und Wert der Analyse stark eingeschränkt. Eine manuelle Übergabe zwischen Entwicklung und Simulation ist ein aufwendiger Prozess, der zudem ineffizient ist. Der digitale Thread lässt sich nicht zurückverfolgen.

Eine ausgeklügelte Simulationsstrategie sollte die Eingabedaten und Simulationsergebnisse vollständig mit der richtigen Produktkonfiguration verbinden und den digitalen Thread vervollständigen. Genau diesen Weg geht die Aras-Simulation-Management-Applikation: Anwender können jetzt ihre Simulationen mit dem Digital Thread der Produktdaten verbinden. Dadurch wird die Simulation zu einem integrierten, nachvollziehbaren und wiederholbaren Schritt in der Entwicklung, Herstellung sowie im Support komplexer Produkte.

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Simulationen unternehmensweit verwalten

Bei dem „Aras Simulation Management“ handelt es sich nicht um eine Stand-Alone-Modellierungsfunktion. Vielmehr ist es Teil der gesamten Suite von Anwendungen auf der Aras-Plattform und gemeinsam mit Aras Requirements Engineering, Aras Systems Architecture und Aras Product Engineering ermöglicht es dem Anwender, die digitale Transformation anzugehen. Organisationen werden mit dem Werkzeug in die Lage versetzt, unterschiedliche Simulationsarten für ihre Entwicklungs-, Fertigungs- und Wartungsprozessen unternehmensweit verwalten. Selbst eine wachsende Zahl von Simulationsdatensätzen lässt sich mit dem Werkzeug handhaben.

Zudem beseitigt Aras Simulation Management redundante administrative Aufgaben. Jetzt können sich die Simulationsexperten auf die Modellierung, Analyse und Methodik konzentrieren. Produktkonfigurationsvarianten, Mixed-Fidelity-Modelle und Parameterwerte sind automatisch Teil von Simulationsstudien, während Analyseergebnisse in Mainstream-Prozessen als Teil des Digital Thread sichtbar werden. Vor allem bei der steigenden Anzahl von Produktvarianten, bei denen hunderte oder tausende Fälle zu bewerten sind, ist ein groß angelegtes Simulationsmanagement unerlässlich. Denn damit können Fachexperten unterschiedlicher Bereiche über den gesamten Lebenszyklus hinweg Ergebnisse von einer Design-Variante zur nächsten vergleichen und wiederholbare Prozesse simulieren. Die Ergebnisse sind mit der richtigen Produktversion verknüpft. So sind schnelle Entscheidungen möglich.

Model-basiertes Systems Engineering

Mit der Anwendung „Systems Architecture“ wird die Beschreibung von Systemmodellen koordiniert. Dazu fließen Werkzeug unabhängige Daten aus Mechanik, Software, Elektronik und Simulation ein. Das Werkzeug verbindet alle zusammenhängenden Systemmodelle und ihr Entwurfsplan mit anderen Aspekten des Entwicklungsprozesses. Eine Organisation bekommt einen Überblick auf das Gesamtsystemmodel und dessen Entwurfsziele und -absichten. Der Aras-Ansatz ermöglicht eine ganzheitliche Analyse von Systems-of-Systems-Designs. Unerwünschte Abhängigkeiten zwischen den Subsystemgrenzen lassen sich identifizieren.

Anwender können die Modellierungsmethodik und das Tool für MBSE (Model-Based Systems Engineering) frei wählen. Die Applikation ist in der Lage, inkompatible Systemmodellierungsmethoden, -sprachen sowie -werkzeuge aufeinander abzustimmen und Datensilos aufzubrechen. Unterstützt werden Trends der Systemmodellierung, wie Sys ML 2.0.

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