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Als ebenfalls von zentraler Bedeutung wurde die Systemanpassung bei der Montage identifiziert. Agiplan schlug eine systemimmanente Veränderung bei den Bedarfsterminen vor. Durch eine Anpassung der Schnittstelle wird das PSP-Element in die vorgesehenen Montageeinheiten untergliedert.
Diese werden dann im System wie ein Montagefertigungsauftrag mit einem Start- und Endtermin angelegt und sind entsprechend terminlich und kapazitiv zu verwalten. So ist der Montagestart jetzt kurzfristig zu disponieren; dabei werden weder die SAP-Netzpläne noch die Kundentermine tangiert.
Zusätzlich wurde im Rahmen der Anpassung vorgeschlagen, dass künftig tagesaktuelle Teilrückmeldungen und Arbeitsfortschritte an allen Kostenstellen schichtbezogen feststellbar sind (Bild 2).
Die zeitnah umgesetzte In-House-Lösung wurde bereits von der IT-Abteilung von SMS Meer implementiert. Diese konzentriert sich auf die wesentlichen und dringlichen Anforderungen seitens der Produktionssteuerung und der Fertigung. Verantwortlichkeiten und Schnittstellen sind fortan ebenso klar definiert wie Sollprozesse und Verfügbarkeitsmerkmale. Damit bestehen die Grundlagen für eine effektive Feinplanung und Steuerung der Montage.
Prozesseffizienz erhöhen
Fragmentierte und effizienzhemmende Prozesse bei Planung und Steuerung der Produktion wurden durch ein ganzheitliches Planungskonzept mit funktionierenden Prozessen zur Grobplanung, Fremdvergabe, Feinplanung und Steuerung ersetzt. Dank der Etablierung eines bereits in der Praxis umgesetzten Grobplanungsprozesses sind künftig Produktionsengpässe früh erkennbar.
Gleichzeitig werden dadurch jene vom Vertrieb vereinbarten Liefertermine durch die Produktion validiert und Lieferterminüberschreitungen für neue Aufträge vermieden. Darüber hinaus ermöglicht dies einen Abgleich des Auftragsbedarfs mit vorhandenen Kapazitäten.
Klar definierte Logistikprozesse steigern Zufriedenheit der internen Kunden
Die Definition wesentlicher Prozesse, wie etwa für Bereitstellung, Nacharbeiten, Reklamationen und Fehlteile, bildet künftig eine sichere Basis für eine serviceorientierte Logistik. Dementsprechend waren klar definierte Logistikprozesse mit Verantwortlichkeiten festzulegen, damit durch deren strikte Befolgung die Zufriedenheit der internen Kunden steigt.
So werden künftig beispielsweise die Transportladungsträger so gewählt, dass sie sowohl für Rohteile als auch für Fertigteile geeignet sind und diese nach einem Standardprozess transportiert sowie im Bedarfsfall kurzfristig und platzsparend bereitgestellt werden können.
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