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Cobotschweißen Produktives Lorch-Schweißpaket für Anspruchsvolle

Redakteur: Peter Königsreuther

Das Cobot-Welding-Package für das MIG/MAG-Schweißen von Lorch habe sich am Markt etabliert. Grund genug, meint der Hersteller, das gleiche jetzt für das WIG-Schweißen ins Leben zu rufen.

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Mit dieser WIG-Edition des Lorch-Cobot-Welding-Package soll man in jedem Fall schnell und automatisiert zu qualitativ hochwertigen und absolut spritzerfreien Schweißnähten kommen.
Mit dieser WIG-Edition des Lorch-Cobot-Welding-Package soll man in jedem Fall schnell und automatisiert zu qualitativ hochwertigen und absolut spritzerfreien Schweißnähten kommen.
(Bild: Lorch)

Kollaborative Roboter, sogenannte Cobots, sind nicht nur wegen ihres attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses geschätzt. Auch die eine einfache Bedienbarkeit und die vergleichsweise gute Anwendungsflexibilität überzeugen die Schweißfachleute, heißt es weiter.

Mit einer neuen Cobot-Anwendung leitet Lorch die Cobot-Vorteile nun auch im Bereich des WIG-Schweißens an. Die Idee von Lorch besteht folglich aus einem Cobot, und zwar des Typs UR 10, kombiniert mit der Lorch-Cobotronic-Software sowie einer Lorch-Schweißanlage inklusive Hochleistungsbrenner (und weiterem Zubehör) samt ausgeklügeltem Sicherheitspaket.

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Zum Leistungspaket gehöre natürlich auch ein Service, der die Beratung, Schulung und eine Rund-um-Betreuung durch die zertifizierten Lorch-Cobot-Partner in den verschiedenen Regionen beinhalte.

Cobotschweißen mit und ohne Zusatzmaterial

Der Cobot UR 10 habe sich schon in der MIG-MAG-Ausführung für eine schnelle und effiziente Serienfertigung kleiner und mittlerer Losgrößen seine Meriten verdient. Für das anspruchsvolle WIG-Schweißen hat Lorch das System außerdem noch optimiert.

So arbeitet die Schweißanlage mit einem Hochfrequenz-Pulsprozess (bis 20 kHz), der ein automatisiertes WIG-Schweißen mit sehr hoher Geschwindigkeit ermöglicht. Auch wurden die Zündeigenschaften der Stromquelle verbessert, um für den automatisierten Einsatz geeigneter zu sein. Die mit Blick auf den Cobot optimierte Brennerhalterung garantiere dabei eine ruhige Brennerführung und sorge für eine reproduzierbar genau ausführbare Bahn.

Mit diesem Cobot-Ensemble können laut Hersteller auch Schweißaufgaben im Dünnblechbereich mit und ohne Zusatz geschweißt werden. Für Schweißanwendungen, die ein Zusatzmaterial verlangen, lässt sich optional ein automatisierter Kaltdrahtvorschub integrieren. Die zuverlässige Zuführung der Drahtelektrode während des Schweißvorgangs ist damit einfach und effizient gewährleistet, heißt es.

Ohne Programmierkenntnisse bedienbar

Die Cobotronic-Software steuert den Cobot, und ist, wie auch beim Lorch Cobot Welding Package für das MIG-MAG-Schweißen, auch bei der WIG-Edition intuitiv und deshalb auch ohne große Programmierkenntnisse leicht zu bedienen. Über das „Teachen“ bringt man dem Schweißcobot damit den genauen Schweißverlauf bei. Dabei wird der Brenner über eine Free-Drive-Funktion, die beim WIG-System ergonomisch, weil direkt, an der Brennerhalterung angebracht ist, zu den verschiedenen Wegpunkten (Start- und Endpunkt) geführt. Einmal eingestellt, schweiße der Cobot dann jedes Serienprodukt in gleichbleibender Qualität gemäß der erlernten Bewegung.

Unfallvermeidung durch ausgeklügeltes Sicherheitskonzept

Als Besonderheit des Lorch-WIG-Cobots wird das integrierte Sicherheitskonzept bezeichnet. Denn ein dazu verwendeter Laserscanner des Modells „nanoScan 3“ überwacht dabei den Arbeitsbereich mit einem Schutzfeld von 1,5 m Abstand zur Arbeitsfläche. Ein zusätzliches Warnfeld von 0,5 m bringe mit ersterer Funktion ein Maximum an Sicherheit der Anwender. Denn betritt der Bediener das aktivierte Warnfeld, wird er durch ein akustisches Signal darauf aufmerksam gemacht und der Cobot wird langsamer, heißt es dazu. Erreicht der Bediener auch noch das Schutzfeld, greift sofort die Nothaltfunktion. Je nach Größe des Arbeitsplatzes kann der Überwachungsbereich durch die Installation eines zweiten Scanners außerdem noch vergrößert werden.

Produktiv auch bei kleinen und mittleren Losgrößen schweißen

Es gibt noch einen weiteren Pluspunkt, denn das neue Sicherheitskonzept erlaubt es, die Transfergeschwindigkeit zwischen den einzelnen Schweißnahtpunkten sehr hoch anzusetzen. Speziell bei vielen kleinen Schweißnähten oder auch beim Heften wird so die Produktivität der Anlage signifikant erhöht, betont Lorch.

Mit der neuen Cobot-Edition von Lorch kann man also die Produktivität im Bereich WIG-Schweißen deutlich erhöhen. Und Anforderungen, wie sie in der Lebensmittel-, Pharma- oder Möbelindustrie bestehen, könne man damit einfach erfüllen. Außerdem ließen sich kleine bis mittlere Losgrößen nicht nur wesentlich schneller schweißen, sondern dabei werde stets auch die geforderte hohe Schweißqualität garantiert.

Cobotsystem gleicht Fachkräftemangel aus

Die im Verhältnis zu den Möglichkeiten geringe Investitionssumme trägt darüber hinaus zu einer schnellen Amortisierung auch bei kleinen und mittleren Losgrößen bei, so Lorch. Und mit Blick auf den Fachkräftemangel, der sich besonders im WIG-Bereich bemerkbar mache, würden die Unternehmen unabhängiger. Denn: ist der Cobot einmal eingestellt, können die Arbeitsprozesse von einem Bediener übernommen werden. Durch die hohe Prozessqualität entfallen Nacharbeiten und das automatisierte Abfahren der Schweißreihenfolge bringt stets Schweißnähte in Top-Qualität.

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