Rapidtech 2014 Prozesskette des Additive Manufacturing benötigt viel Know-how

Autor / Redakteur: Annedore Munde / Stefanie Michel

Das erfolgreiche Messeduo Rapidtech und Fabcon 3D konnte mit einem Besucherwachstum von 35 % schließen. Das Interesse am Thema 3D-Druck hält also an, sodass selbst Hardware-Hersteller die Messe für die Präsentation von Neuheiten nutzten.

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Mit etwa 3500 Besuchern verzeichnete die Rapidtech 2014 einen Zuwachs von 35 % im Vergleich zum vergangenen Jahr.
Mit etwa 3500 Besuchern verzeichnete die Rapidtech 2014 einen Zuwachs von 35 % im Vergleich zum vergangenen Jahr.
(Bild: Messe Erfurt)

Mit etwa 3500 Kongress- und Messegästen aus Deutschland und Europa endete am 17. Mai in Erfurt das Messeduo Rapidtech und Fabcon 3D. Bereits zum elften Mal wurden vom 14. bis 15. Mai auf der Rapidtech – Fachmesse und Anwendertagung für Rapid-Technologie – von über 80 Ausstellern die neuesten Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten der generativen Fertigung präsentiert. Durch die Kombination mit der Fabcon 3D, der Branchenmesse im Bereich 3D-Druck sei für die Besucher in diesem Jahr ein deutlicher Mehrwert geschaffen worden, betonte der Erfurter Messegeschäftsführer Wieland Kniffka. Der Einzug dieser Technologien in die Produktion und das damit verbundene Interesse an der Thematik spiegelt sich auch in einem deutlichen Anstieg der Besucherzahlen wieder: 2013 verzeichneten die Veranstalter noch 2600 Besucher.

Herausforderungen bei der Einführung additiver Verfahren

Ergänzend zur Ausstellung informierten Referenten aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Schweiz und Spanien in 60 Vorträge über die neuesten Ergebnisse, Trends und Anwendungen generativer Verfahren. Dr. Olaf Rehme, Engineering Siemens AG und Keynote-Speaker der Fachtagung, stellte in seinem Vortrag beispielsweise dar, welche Herausforderungen mit der Einführung der additiven Herstellungsverfahren zu meistern sind. Hier nannte er unter anderem die Werkstoffe, Gestaltungsregeln für die Bauteile, das Verhältnis von Produktivität und Kosten oder das Prozessmonitoring. Für Rehme steht aber auch fest: „Die Prozesskette des Additive Manufacturing ist sehr Know-how-trächtig.“ Dies würde künftig auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Produktionstechnik und damit verbundene Prozesse wie beispielsweise die Logistik haben. „Zukünftig könnten Produkte eher in Datenbanken liegen, als in Lagern“, zeigte er eine der Perspektiven auf.

Viele Firmen nutzten auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, den Fachbesuchern technische Neuheiten zu präsentieren. So stellte die EOS GmbH, Anbieter von Anlagen, Werkstoffen und Lösungen im Bereich der Lasersintertechnologie, erstmals die EOS M 290 vor, welche für die flexible und wirtschaftliche Herstellung von Metallbauteilen eingesetzt werden kann. Dr. Adrian Keppler, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei EOS, betont: „Mit dem neuen System bedienen wir die Anforderungen unserer Kunden aus dem Serienumfeld. Gleichzeitig schaffen wir für die Kunden im Bereich Prototypenbau Optimierungspotenziale in Punkto Bauteilqualität.“

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