HG Grimme Systech PUR-Aluminium-Sandwiches wirtschaftlich in Form bringen

Autor / Redakteur: Consilia Grimme / Peter Königsreuther

HG Grimme hat das bewährte Maschinenkonzept der Gantry- Modellbaufräsanlage weiter entwickelt, heißt es. Für den Omnibushersteller „MAN“ in Polen , hat das Unternehmen nun eine Brückengantry-Fräsmaschine für die Fahrzeugdach-Fertigung konzipiert.

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Die professionelle, mechanische Bearbeitung konkaver PUAL-Bauteile gelingt mit der weiter entwickelten Gantry-Fräsmaschine von HG Grimme Systech jetzt noch besser. Dabei handelt es sich um Sandwichmaterial aus Polyurethan und Aluminium, das etwa für Fahrzeugdächer verwendet wird. Der Omnibushersteller MAN in Polen nutzt diese Anlage bereits.
Die professionelle, mechanische Bearbeitung konkaver PUAL-Bauteile gelingt mit der weiter entwickelten Gantry-Fräsmaschine von HG Grimme Systech jetzt noch besser. Dabei handelt es sich um Sandwichmaterial aus Polyurethan und Aluminium, das etwa für Fahrzeugdächer verwendet wird. Der Omnibushersteller MAN in Polen nutzt diese Anlage bereits.
(Bild: HG Grimme Systech)

Die zu spandend zu bearbeitenden Dächer bestehen aus sogenanntem PUAL-Material. Sie liegen in einer Baugröße von bis zu 13.100 mm × 2500 mm × 800 mm vor und sind außerdem konvex gebogen. Die Herausforderung bestand darin, eine CNC-Anlage zu konzipieren, in der verschiedene Bauteilgrößen mit verschiedenen Ausfräsungen im konkaven Flächenbereich zum Beispiel Dachluken, Lüftungslöcher und ähnliche Komponenten gerüstet und bearbeitet werden können. Dazu gehören eine äußerst flexible Spannvorrichtung mit Laserpositionierung für die Bauteile, sowie ein ausgeklügelter CNC-Programmaufbau.

Unterprogramme sorgen für einen raschen Start

Für die Vorbereitung des Fräsvorganges ruft der Maschinenbediener ein CNC-Programm für das entsprechende Bauteil auf. In diesem Programm sind alle Bearbeitungen in Form von „Unterprogrammen“ gespeichert, welche auch flexibel im Koordinatensystem verschoben respektive versetzt werden können – so wie es von der Konstruktion vorgegeben wird. Im nächsten Schritt kann der Maschinenbediener per Laserpointer an der Maschine alle Spannelemente anfahren und diese auf die geforderte Position einstellen.

Für den Fräsvorgang an sich, wird das PUAL-Bauteil auf der Maschine in ein Anschlagsystem gelegt und über Vakuumspannelemente festgehalten. Im Werkzeugmagazin der Maschine befindet sich außer den Fräswerkzeugen ein zusätzlicher Markierungsstift. Mit diesem können Markierungen auf das Bauteil gesetzt werden, welche die Positionen kennzeichnen auf denen zu einem späteren Zeitpunkt etwa Zusatzelemente montiert beziehungsweise geklebt werden sollen.

Gantry-Konzept senkt Bearbeitungszeiten deutlich

Nach einem automatischen Werkzeugwechsel beginnt die Maschine mit der Hauptarbeit. Das Bauteil durchläuft nach Vorgaben des CNC-Programmes die mechanische Fräsbearbeitung. Nach Beendigung des Programmes wird das Bauteil aus der Maschine entnommen und die Maschine kann wieder neu bestückt werden. Die flexible Spannvorrichtung in der auf fünf Achsen gesteuerten HG-Maschine und die variabel aufgebauten CNC-Programme der Siemens-Steuerung, ermöglichen dem Omnibushersteller MAN alle im Produktprogramm enthaltenen Dachvarianten präzise und wirtschaftlich mechanisch zu bearbeiten. Ein enormer Vorteil dieses Konzeptes besteht darin, dass die Bearbeitungszeit drastisch reduziert wird. Das Fräsen erfolgt unter größter Genauigkeit mit exzellenten Ergebnissen.

Der HG-Grimme-Geschäftsführer Wolfgang Grimme freut sich über die gelungene Weiterentwicklung des bestehenden Gantry-Modellbausystems. In Zusammenarbeit des polnischen MAN sowie dem HG-Grimme-Team wurden sowohl konzeptionelle als auch kundenfreundliche Lösungen aus der Taufe gehoben.

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