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VAP-Verfahren

Rationelle Flügelfertigung in High-End-Qualität

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Beide Flügel mit gleichem Gewicht ohne Nachbearbeitung

Das Ergebnis sind qualitativ hochwertige VAP-Bauteile. Die Porosität ist minimal, der erforderliche Faservolumengehalt lässt sich exakt erreichen. Trockene Stellen im Laminat werden vermieden, weil aufgrund der Membran das Vakuum während der gesamten Prozesszeit über die volle Bauteiloberfläche wirkt. Eine aufwendige Bauteilnacharbeitung entfällt, infolge der hohen Prozesssicherheit wird die Ausschussquote drastisch reduziert. Die beiden Tragflächen des „Elias“ hatten nach der Harzinfiltration exakt das gleiche Gewicht ohne Nachbearbeitung.

Schaumkerne und Verstärkungen in den Prozess integriert

Selbst großflächige und geometrisch komplexe Bauteile können im VAP-Verfahren in einem Schritt gefertigt werden. Versteifungsstrukturen lassen sich in einem Schuss mitinfiltrieren, sodass zusätzliche Arbeitsschritte und Fehlerquellen wie Verklebungen entfallen können. Beim Ultraleichtflugzeug Elias wurde die Einbettung der Schaumkerne und Verstärkungen in den Infiltrationsprozess problemlos integriert. Erfolgreich eingesetzt wird das VAP-Prinzip unter anderem in der Serienfertigung der Druckkalotte des Airbus A 350 XWB bei der Premium Aerotec GmbH in Augsburg. Dort werden sämtliche Stringer zusammen mit der Hauptstruktur infiltriert.

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Reduzierte Prozesskosten im Vergleich zur Prepreg-Technik

Weil die Textilien vor der Harzinfiltration trocken in die Form gelegt werden, ist eine Korrektur durch Repositionieren jederzeit möglich. Im Rahmen des Projekts Nexicos (Premium Aerotec) wurde bei der Herstellung eines Prototyps für die Rumpfstruktur eines zivilen Hubschraubers der erfolgreiche Nachweis einer Kosteneinsparung von 30 % gegenüber einer vergleichbaren Prepregstruktur erbracht. Zudem stößt die Bauteilfertigung auf Prepregbasis aufgrund der Material- und Prozesseigenschaften häufig an ihre Anwendungsgrenzen. Im Gegensatz dazu bieten trockene Textilien in Kombination mit dem hoch entwickelten VAP-Verfahren meist mehr Gestaltungsspielraum, vor allem dann, wenn die Vorteile des Verfahrens bereits in frühen Konzeptphasen mitberücksichtigt werden.

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