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VAP-Verfahren

Rationelle Flügelfertigung in High-End-Qualität

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Großer Verfahrenszuspruch außerhalb der Luftfahrttechnik

Ursprünglich entwickelt wurde das VAP-Verfahren für die Herstellung integralversteifter Strukturen für die Luft- und Raumfahrttechnik innerhalb der EADS-Gruppe. Bei der Fertigung von Bauteilen, wie der Heckklappe der Airbus-Transportmaschine A400M, der Druckkalotte für den A350 oder großflächiger Hubschrauberstrukturen, zeigten sich eindeutige Vorteile: Es wurden porenfreie Bauteile mit nur geringsten Dickenschwankungen hergestellt. Man erreichte die gewünschten Faservolumengehalte. Eine sehr hohe Prozesssicherheit hat zu einer wirtschaftlichen Serienproduktion geführt.

Durch den VAP-Transfer auf Anwendungsbereiche außerhalb der Luft- und Raumfahrttechnik hat das Verfahren bereits großen Zuspruch in unterschiedlichen Industriebranchen erhalten. Beobachtet man die Forderung nach erhöhter Wirtschaftlichkeit und den aktuellen Trend zu reduzierten Kosten, zur Fertigung von Bauteilen aus wenigen Einzelkomponenten und zur Einsparung von Arbeitsschritten, so kommt das VAP-Verfahren diesen Herausforderungen in kleinen und mittleren Serien sehr entgegen.

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Bevorzugtes Infiltrationsverfahren für Rotorblätter der Windenergie

Außerhalb der Luftfahrttechnik ergeben sich damit interessante Ansatzpunkte für die Fertigung von Strukturbauteilen in der Schifffahrt, im Schienen- und Straßentransport, im Maschinen- und Gerätebau, im Architekturbereich und in der Freizeitindustrie. Aufgrund der hohen Prozesssicherheit wird VAP mittlerweile als bevorzugtes Verfahren bei der Infiltration von Rotorblättern für Windkraftanlagen angewendet.

Um diesen Technologietransfer zu gewährleisten, bietet der EADS-Konzern seine patentierte VAP-Technik über ein einfach zugängliches Lizenzierungsprogramm an. Interessierte Anwender profitieren zudem vom starken Netzwerk der VAP-Allianz, in dem sich Materialhersteller, Beratungs- und Produktionsunternehmen zusammengeschlossen haben, um das VAP-Verfahren gemeinsam weiterzuentwickeln und dessen Anwendung zu fördern. Gemeinsam decken diese Partner bedarfsorientiert ein Full-Service-Paket ab, das von Engineering-Dienstleistungen über Verfahrenstechnik und Hilfsstoffe bis hin zur Auftragsfertigung reicht.

* Andreas Hänsch ist verantwortlich für VAP-Marketing und -Vertrieb bei der Trans-Textil GmbH, Freilassing, und Ansprechpartner der VAP-Allianz. Stefan Utecht ist Geschäftsführer der Composyst GmbH in Hurlach.

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