Chrom(VI)

Reach bedroht Existenz der Galvaniker in der EU

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Galvaniker mit zwei Risiken konfrontiert

Dabei drohen dem Unternehmen gleich von zwei Seiten Risiken: Zum Einen würde keine oder eine nur kurzfristige Autorisierung Bia des Produktionsprozesses berauben. „Die OEMs wollen nach eigener Mitteilung im Zweifelsfall die gewohnte Verchromung außerhalb der EU einkaufen, deshalb ist auch eine ausreichend lange Review-Period notwendig“, berichtete der Geschäftsführer. Zum anderen bedeuteten nicht abgeschlossene Verfahren Unsicherheit, die die Autoindustrie nicht will. Deshalb hält es Püttbach für wahrscheinlich, dass die Kunden jetzt schon Fakten schaffen, die nicht mehr zurückzudrehen sind, beispielsweise den Einsatz anderer Verfahren oder die Vergabe von Aufträgen für neue Baureihen ins Nicht-EU-Ausland.

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Um für die Zukunft gerüstet zu sein, sind neue Bia-Anlagen stets mit Chrom(VI)- und Chrom(III)-Bädern ausgestattet, allerdings bleibt laut Püttbach noch das Problem des abweichenden Farbtons von Chrom(III). Zudem sei man beim chromfreien Beizen von einer Serienanwendung aber noch weit entfernt. Darüber hinaus müsse man technische Alternativen wie PVD und Lack betrachten sowie eigene Stand-​orte außerhalb der Reach-Reichweite. „Wir müssen zu einer Lösung für das Worst-Case-Szenario bereit sein. Unser Standort in China wäre dafür vorbereitet, und wir prüfen europäische Standorte außerhalb der EU“, sagte er.

Weitere Links zum Thema

Fahrplan der EU-Kommission zur Reach-Bewertung 2017

Durchführungsverordnung der EU zur „fairen, transparenten und nichtdiskriminierenden“ Kostenteilung

FAQ-Dokument zu Wettbewerbsaspekten in SIEFs

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