Rittal

Rechenpower im Container unterstützt Produktion

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Möglicher Produktionsausfall wird vermieden

Für weitergehende Sicherheitsansprüche lässt sich ein Edge Datacenter in einer Raum-in-Raum-Umgebung errichten: Eine solche Sicherheitszelle bietet höchsten Schutz bei Staub, Schmutz und Feuer. Während in Büroumgebungen die Schutzart IP22 (IP = International Protection) ausreicht, benötigen Industrie-4.0-Installationen Schutzarten bis IP55. Derart gesicherte Schränke helfen dabei, schädliche Staub­ablagerungen im Innern zu vermeiden. Außerdem verfügen sie über einen vollständigen Berührungsschutz und sind gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt. Für den Brandschutz sind ebenfalls geeignete Lösungen notwendig, wie eine im Technikschrank installierte Löschanlage. Diese sollte eine Brandfrüherkennung und ein Aktivlöschsystem verwenden, um zu verhindern, dass es zu einem größeren Feuer kommt. Somit muss ein Unternehmen weder die komplette Produktion stoppen, noch die Fabrikhalle evakuieren, weil das Netzteil eines Netzwerkverteilers zu schmoren anfängt.

Welche Schutzklasse für den physischen Schutz letztlich notwendig ist, entscheiden Faktoren wie der Standort oder die benötigte Ausfallsicherheit. Darüber hinaus ist es wichtig, Gehäuse- und Rack-Türen sowie die Seitenwände der Racks zu überwachen. Elektronische Türschlösser erleichtern zudem die Auswertung, wann welche Mitarbeiter Zugriff auf die IT hatten. Bei einer Fernwartung oder Notfällen kann es notwendig sein, das System komplett herunterzufahren und dafür auch die Stromversorgung zu unterbrechen. Dafür werden schaltbare PDU (Power Distribution Units) benötigt.

Bildergalerie

Sichere Edge-Rechenzentren für Industrie 4.0

Unternehmen aus der Stahlindustrie nutzen bereits sichere Edge-Infrastrukturen mit IT-Containern. Die Unternehmen möchten ihre Daten aus Forschung, Produktentwicklung, Fertigung oder Kundenservice unternehmensweit verwenden. Um die hohen Datenmengen produktionsnah verarbeiten zu können, passen die Organisationen ihre IT-Infrastruktur an. Beispielsweise Thyssenkrupp Steel nutzt Rittal Data Center Container (RDCC) mit vorkonfigurierten Komponenten für Kühlung oder Stromversorgung für einen sicheren und schnellen Aufbau der Infrastruktur. Der Stahlproduzent fertigt mehrere Hundert Stahlprodukte in stark automatisierten Fertigungsstätten. Viele Abläufe werden hier über Sensoren und Roboter gesteuert, sodass leistungsfähige IT-Systeme in unmittelbarer Nähe der Produktionsstandorte notwendig sind. Niedrige Latenzzeiten und schnelle Datenverfügbarkeit gehören damit zu den zentralen Anforderungen an die Edge-Systeme. Gleichzeitig muss die IT-Infrastruktur vor unbefugtem Zugriff und den rauen Produktionsumgebungen geschützt werden – hier bieten IT-Container mit Schutzklasse IP56 die notwendige Sicherheit.

„Die Rittal Data Center Container sind ein wesentlicher Baustein in unserem ganzheitlichen Sicherheitskonzept und erfüllen unsere Anforderungen nach höchsten Sicherheitsstandards. Die im Rahmen der Partnerschaft mit Rittal entstandenen Edge-Rechenzentren stellen wir direkt an unseren Produktions­standorten auf und können damit zusätzlich auch IoT-Szenarien effizient und sicher unterstützen“, sagt Dr. Michael Kranz, CIO bei Thyssenkrupp Steel.

Sichere Edge für Smart Services

So helfen flexibel skalierbare Edge-Systeme Unternehmen dabei, ihre IT-Infrastruktur unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards an den jeweiligen Stand der Digitalisierungsinitiativen anzupassen und IT-Ressourcen aus der Cloud zu integrieren. Auf Grundlage neu gewonnener Daten und immer mehr IT-gestützter Abläufe können so schließlich neue Dienstleistungen entstehen – wie die Wartung für Stahl­erzeugnisse und andere Smart Services.

Edge auf der SPS IPC Drives 2018

Auf der Automatisierungsmesse SPS IPC Drives in der neuen Halle 3.C, Stand 430, zeigt Rittal ein Secure Edge Data Center (SEDC).

Die schlüsselfertige Lösung für Rechenzentren, die Rittal gemeinsam mit den globalen Partnern ABB und HPE entwickelt hat, ist auf den Betrieb in rauen Industrieumgebungen ausgelegt.

Mithilfe der sicheren Edge-Rechenzentren können Unternehmen in Echtzeit auf wichtige Daten zugreifen, die Daten mit kurzer Latenzzeit verarbeiten und zugleich die Anbindung an eine Cloud sicherstellen.

* Andreas Keiger ist Executive Vice President Global Business Unit IT bei der Rittal GmbH & Co. KG in 35745 Herborn

(ID:45557171)