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Rittal Rechenpower im Container unterstützt Produktion

| Autor/ Redakteur: Andreas Keiger / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Produktionsanlagen liefern heutzutage laufend wertvolle Datenströme. Genutzt werden kann dieser Datenschatz aber nur mit leistungsfähigen Rechenzentren, am besten in direkter Nähe zur Produktion. Modular aufgebaute Edge Datacenter, die sich in Form eines Containers auf dem Firmengelände und in der Fabrikhalle aufstellen lassen, bieten dafür die passende Lösung.

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Mit der Digitalisierung steigt die Nachfrage nach schnell verfügbaren Daten nahe dem Entstehungsort. Dies erfordert zusätzliche Rechenleistung, kurze Latenzzeiten, unterbrechungsfreie Datenverfügbarkeit und systemweite Sicherheit.
Mit der Digitalisierung steigt die Nachfrage nach schnell verfügbaren Daten nahe dem Entstehungsort. Dies erfordert zusätzliche Rechenleistung, kurze Latenzzeiten, unterbrechungsfreie Datenverfügbarkeit und systemweite Sicherheit.
(Bild: Rittal)

Edge Datacenter sind dezentrale IT-Systeme, die Rechenleistung direkt an den Ort der Datenerzeugung bringen. Sie stehen in unmittelbarer Nähe der Datenquellen und unterstützen damit schnellste Datenerstverarbeitung. Darüber hinaus sind sie mit Cloud-Rechenzentren verbunden, da dort eine nachgelagerte Auswertung stattfindet. Softwareanwendungen in angeschlossenen Rechenzentren nutzen schließlich diese hochaktuellen Daten, um rechenintensive Analysen durchzuführen.

Für jeden Einsatzzweck die passende Leistung

Ein Edge-Rechenzentrum ist so konzipiert, dass Unternehmen die Lösung über vorkonfigurierte, standardisierte Module an die benötigte Leistungsfähigkeit anpassen können. Module für Klimatisierung und Stromversorgung sowie IT-Racks und Sicherheitskomponenten sind bereits aufeinander abgestimmt.

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Je nach Anforderung und Einsatzgebiet gibt es ganz unterschiedliche Leistungsklassen von Edge-Systemen. Diese übernehmen beispielsweise als Edge Gateway Aufgaben zur Datenkonsolidierung direkt vor Ort und initiieren anschließend den Transfer in nachgelagerte Cloud-Rechenzentren. Aber auch erste Analysen und Auswertungen nahe an der Datenquelle sind damit möglich. Kleinere Systeme übernehmen zum Beispiel die erste Aggregation von Sensordaten in einer Fertigungsstraße und tragen so dazu bei, Abläufe in der Produktion weiter zu optimieren. Es sind aber auch Edge Datacenter verfügbar, die als leistungsstarkes Rechenzentrum die Computerleistung an dem jeweiligen Standort erheblich steigern.

Anforderungen bestimmen die Konfiguration

Die Auswahl der benötigten Lösung und Leistungsklasse richtet sich nach den Geschäftszielen. Davon leiten Fach- und IT-Experten die passenden Softwareanwendungen ab. Basierend auf diesem Anforderungskatalog wird die Konfiguration eines Edge Datacenters bestimmt. Eine Reihe von Kriterien ist hierbei zu beachten: So müssen Edge-Systeme schnell und unkompliziert einsetzbar sein, damit sich die Anforderungen aus den Fachbereichen zeitnah umsetzen lassen. Ideal ist ein Komplettsystem, das der Hersteller fertig montiert übergibt, das im Plug-&-play-Verfahren an Energieversorgung und Netzwerktechnik angeschlossen wird und bei dem die Kälteversorgung bereits implementiert ist.

Zum Aufbau der Rechenzentren eignen sich häufig Containerlösungen. Zu den generellen Vorteilen von IT-Containern zählen die Stabilität und Sicherheit durch die Verwendung von Stahlwänden sowie die hohe Mobilität der Lösung, die es erlaubt, ein Rechenzentrum sehr flexibel auf dem Firmengelände oder innerhalb von Lager- und Produktionshallen aufzustellen. Die technologische Ausführung dieser Varianten kann ganz unterschiedlich ausfallen. Beispielsweise als einfacher Technikschrank oder auf Basis eines speziell gesicherten IT-Racks, das mit einer zusätzlichen Schutzhülle umgeben ist. Wer mehr Leistung benötigt, realisiert ein leistungsstarkes Edge Datacenter auf Basis eines modularen Rechenzentrumscontainers mit wetterfester Ummantelung. Eine solche Lösung wird in direkter Nähe der Datenerzeugung innerhalb oder außerhalb von Gebäuden aufgestellt und unterstützt bei entsprechender Kühltechnologie eine Leistung von bis zu 35 kW pro IT-Rack.

Weiterhin sollte der Betrieb von Edge-Systemen automatisiert und weitgehend wartungsfrei erfolgen, um die laufenden Kosten zu verringern. Dafür ist ein umfassendes Monitoring notwendig, das die Stromversorgung, die Kühlung sowie eine Branderkennung und -löschung umfasst.

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