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Reach/CLP

Regelungen im Chemikalienrecht stärken die Arbeitssicherheit

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Allerdings nimmt auch die CLP-Verordnung Einfluss auf Vorgänge, die im Rahmen von Reach durchgeführt werden müssen. Weil beispielsweise die Regeln zur Einstufung eines Stoffes als „giftig“, verschärft wurden (der LD-50-Wert für diese Einstufung nach CLP weicht vom Wert nach der Stoffrichtlinie ab), werden zukünftig von den Herstellern mehr Stoffe als bisher als „giftig“ gekennzeichnet werden müssen.

Es gelten gemäß CLP schärfere Schwellenwerte

Beispielsweise gelten gemäß CLP für die folgenden Parameter von Betriebsstoffen deutlich schärfere Schwellenwerte als bisher:

Bildergalerie

  • akute Toxizität,
  • Hautreizung,
  • chronische Toxizität,
  • Karzinogenizität,
  • Fortpflanzungsgefährdung sowie
  • Aspiration.

Wenn sich für einen Stoff eine geänderte Einstufung ergibt, hat das unter anderem Einfluss auf die folgenden Verfahren gemäß Reach:

  • Evaluation: Die Prioritäten der Mitgliedsstaaten, Beschränkungen für Stoffe zu erlassen, können sich durch andere Einstufungen verändern.
  • Stoffe können durch eine schärfere Einstufung in den Bereichen Karzinogenität und Fortpflanzungsgefährdung zum potenziellen SVHC gemäß Artikel 57 Reach werden und in die Kandidatenliste aufgenommen werden.
  • Die Zahl der Stoffe, deren Verwendung zulassungsbedürftig sein wird, könnte sich durch CLP erhöhen

Sicherheitsdatenblätter für mehr Stoffe als bisher erforderlich

Allgemein werden für mehr Stoffe als bisher Sicherheitsdatenblätter erforderlich. Darüber hinaus ist zu beachten, dass CLP sich auf den Begriff „hazardous“ bezieht, im Gegensatz zur Stoffrichtlinie, die sich auf den Begriff „dangerous“ bezogen hat.

Im Deutschen kann beides mit „gefährlich“ übersetzt werden, der Begriff „hazardous“ ist aber weiter gefasst, weil er bisher nicht berücksichtigte Gefahrenkategorien umfasst. Dazu gehören unter anderem Gase unter Druck und die Metallkorrosivität.

Zentrales europäisches Verzeichnis für gefährliche Stoffe geplant

Auf europäischer Ebene soll ein zentrales Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis („Inventory“) für alle Stoffe aufgebaut werden. Das Verzeichnis soll durch die Echa (Europäische Chemikalienagentur) geführt und verwaltet werden. Es soll als zentrale Anlaufstelle für Informationen über die Gefährlichkeit von Stoffen dienen.

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