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Reach/CLP

Regelungen im Chemikalienrecht stärken die Arbeitssicherheit

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Das Verzeichnis soll zum einen alle gemäß Reach registrierten Stoffe umfassen, aber auch alle gefährlichen Stoffe, die in Verkehr gebracht werden, unabhängig von der Mengenschwelle 1 t/a. Darüber hinaus werden auch die gefährlichen Stoffe erfasst, die in Gemischen in Verkehr gebracht werden, sofern die Konzentration des gefährlichen Stoffs im Gemisch spezifische Grenzwerte überschreitet. Die ECHA soll unter CLP auch Vorschläge für eine harmonisierte Einstufung erarbeiten, dabei wird das Verzeichnis ebenfalls eine zentrale Rolle spielen.

Die Daten über die Einstufung von Stoffen werden durch die Industrie ins Verzeichnis eingetragen. Gemäß CLP-Verordnung musste der Eintrag ins Verzeichnis für bereits auf dem Markt befindliche Stoffe bis spätestens 3. Januar 2011 durchgeführt werden.

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Meldepflichten für gefährliche Stoffe betreffen auch den Maschinenbau

Wer ist nun verpflichtet, die Notifizierung durchzuführen? Für Unternehmen, die Stoffe gemäß Reach bis 1. Dezember 2010 registriert haben, ist die Mitteilung der CLP-Einstufung damit schon abgeschlossen. Für alle anderen Stoffe, beispielsweise mit späteren Registrierfristen oder unter Reach von der Registrierung ausgenommene Stoffe, bleibt den Unternehmen nur noch wenig Zeit, um die Einstufung vorzunehmen und zu notifizieren.

Dies betrifft auch Unternehmen des Maschinenbaus, die geringe Mengen (beispielsweise weniger als 1 t/a) von Betriebs- und Hilfsstoffen direkt aus Amerika oder Asien importieren. Unter CLP sind „Gruppenmeldungen“ erlaubt. So kann bei Firmengruppen ein Vertreter die Meldung für die gesamte Gruppe durchführen.

Die Pflicht, eine Meldung an das Verzeichnis zu machen, erstreckt sich auf alle Stoffe, die gemäß CLP-Verordnung „hazardous“ sind. Dies betrifft wie zuvor geschildert also auch Stoffe, die bisher nicht als Gefahrstoffe eingestuft waren.

IT-Verfahren zur Bewältigung der Meldungen gefährlicher Stoffe

Um die enorme Zahl der Meldungen zu bewältigen, wurde von der Echa ein IT-Verfahren eingerichtet. Basis dafür ist das Reach-IT-System. Für eine CLP-Mitteilung sind rund 200 Felder relevant. Der Inverkehrbringer hat dabei folgende Möglichkeiten:

  • Er kann die Daten für jeden Stoff einzeln in die Internet-Maske von Reach-IT eintragen. Dies ist jedoch nur dann ratsam, wenn es um wenige Stoffe geht. IUCLID 5.2 verfügt über die entsprechenden Eingabemasken. Die Daten werden aus IUCLID als XML-Datei exportiert und so in Reach-IT hochgeladen.
  • Echa stellt ein Excel-Tool bereit, das den XML-Export entsprechend den Formatvorgaben ermöglicht.

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