Kautschuk Reifen schont Ressourcen und Umwelt

Redakteur: Peter Königsreuther

Continental bringt ab sofort einen ressourcenschonenden Vollgummireifen auf den Markt. Die Verwendung einer ausgewählten Karkasse im Continental Lifecycle-Reifen, vermindert den nicht nur den Energieverbrauch bei seiner Herstellung sondern senkt auch die CO2-Emissionen und die Menge der anfallenden Altreifen.

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Der Geschäftsbereich "Commercial Speciality Tires" (CST) von Europas führendem Automobilzulieferer Continental bringt ab sofort den neuen umweltfreundlichen Vollgummireifen Continental Lifecycle auf den Markt.
Der Geschäftsbereich "Commercial Speciality Tires" (CST) von Europas führendem Automobilzulieferer Continental bringt ab sofort den neuen umweltfreundlichen Vollgummireifen Continental Lifecycle auf den Markt.
(Bild: Continental Reifen)

Continental Reifen Deutschland erreicht durch die Wiederverwendung ausgewählter Karkassen beim neu entwickelten Vollgummireifen Lifecycle, dass der nicht nur der Verbrauch von Energie und Rohstoffen im Herstellungsprozess vermindert wird sondern auch die Menge der zu entsorgenden Altreifen und der CO2-Emissionen, wie es heißt. So schütze der neue Continental Lifecycle die Umwelt und senkt die bisher anfallenden Kosten. Dieser Kostenvorteil wird vom Hersteller direkt an die Kunden weitergegeben. Im Gegenzug ist deren Unterstützung gefragt, um die umfangreiche Recycling-Initiative von Continental auch erfolgreich zu machen.

Alte Reifen zu 65 % wieder verwendbar

Um einen reibungslosen Recycling- und Herstellungsprozess zu gewährleisten, unterstützt das Continental "Commercial Specialty Tires Service Center" Deutschland und Frankreich die Händler bei der Auswahl und dem Transport alter Reifen, wie es weiter heißt. Ein Altreifen kann laut Coninental einfach runderneuert werden.

Das funktioniert weil die neuen Vollgummireifen aus ausgewählten Karkassen hergestellt werden, die Continental zuvor einer gründlichen und standardisierten Qualitätsprüfung unterzieht. Nach den Kontrollen am Altreifen wird das Profil von der Karkasse entfernt und vollständig ersetzt, wie Continental erklärt.

Für den neuen Profilaufbau komme eine hochwertige Gummimischung zum Einsatz, die auch für die Herstellung von Neureifen verwendet werde. Diese Methode erlaubt es etwa 65 % des Altreifens wieder zu verwenden. Frische Rohmaterialien müssen daher nur in einer Menge von 35 % verbraucht werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass der gleiche Herstellungsprozess für Vollgummireifen durchgeführt werden kann wie bei der Neuanfertigung. Das Gesamtpaket aus Qualitätskontrolle, einheitlichen Herstellungsprozessen und effizienter Runderneuerung soll deutsche Qualitätsprodukte auch zukünftig erschwinglich machen.

Löwenzahn contra Naturkautschuk im Reifen

Continental versucht laut eigenen Angaben in Sachen umweltfreundlicher Entwicklungen eine führende Position einzunehmen. Dazu werden alle Produktphasen von der Entwicklung über die Produktion und von der Nutzung bis hin zur Entsorgung analysiert und möglichst laufend optimiert. Bei der Reifenherstellung verfolge Continental außerdem das Ziel, den Einsatz von klima- und umweltschädlicher Materialien auf ein Minimum zu reduzieren. Während des Produktionsprozesses wird auf den verstärkten Einsatz von Recyclingmaterialien sowie den weitgehenden Verzicht auf fossile Rohstoffe wie Erdöl Wert gelegt. Das Unternehmen bekennt sich klar zu sauberer und energieeffizienter Produktion. Ein Beispiel: die Abwärme bei der Vulkanisation der Kautschukmischungen wird jetzt stärker ausgenutzt und zu einem höheren Anteil in den Produktionsprozess zurück geführt. Continental sieht sich außerdem als Vorreiter bei der Entwicklung und Untersuchung von neuartigen, regenerativen Rohstoffen: Beispielsweise betreibt das Unternehmen aktuell ein Projekt, das untersucht, inwieweit Löwenzahnkautschuk als Ersatz für die herkömmliche, von Kautschukbäumen stammende Variante für alle Reifenanwendungen eingesetzt werden kann. Eine Lösung würde den Bedarf an Naturkautschuk zukünftig stark senken.

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