ZVEI Roadmap 2020 zeigt Zukunftsmärkte für die Automationstechnik auf

Mit der integrierten Technologie-Roadmap 2020+ Automation setzt der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) den 2006 erstmals begonnenen Roadmapping-Prozess zur Früherkennung von Entwicklungen in Technik, Markt, Politik und Gesellschaft fort. Für die Erstellung der Roadmaps wurden über 200 Experten aus Industrie und Wirtschaft befragt.

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Dr. Siegfried Behrendt, Projektleiter am Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT), Berlin, das maßgeblich an der Erstellung beteiligt war: „Die Roadmaps sollen helfen, Zukunftsmärkte zu identifizieren.“ Dabei gibt es eine Roadmap für den Bereich Energie und eine für den Bereich Wasser und Abwasser.

Zukunftsmärkte für die Automatisierung früh erkennen

Zusammen mit der noch in Arbeit befindlichen integrierten Technologie-Roadmap Megacities sind diese laut Dr. Markus Winzenick, Geschäftsführer des Fachverbandes Schaltgeräte, Schaltanlagen, Industriesteuerungen beim ZVEI, die Bereiche, die der ZVEI derzeit für die wachstumsstärksten bis zum Jahr 2020 hält: „Die Roadmap soll Firmen der Automatisierungsbranche helfen, sowohl Zukunftsmärkte als auch Entwicklungsbedarfe frühzeitig einschätzen zu können, um sich fit für die Zukunft zu machen.“ Denn für die Automatisierungstechnik ergeben sich ganz neue Einsatzfelder und auch neue Herausforderungen.

Dabei spielen oft geänderte Rahmenbedingungen eine Rolle. Behrendt gibt ein Beispiel: Erneuerbare Energien werden in den nächsten Jahren massiv an Bedeutung gewinnen. Auch das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) hat erheblich dazu beigetragen, dass die Windenergie stärker genutzt wird. Nun gelte es, die Stromnetze zu intelligenten Netzen (smart grids) umzurüsten.

ZVEI erwartet höheren Anteil erneuerbarer Energien

In der Roadmap Energie rechnet man sogar damit, dass der Anteil erneuerbarer Energien bis 2050 auf 50% steigt. „Wenn sich die Randbedingungen ändern, ist es sogar denkbar, dass die Energie dann zu 100% durch erneuerbare Energien gedeckt wird“, sagt Behrendt. Er ist sich jedoch sicher: „Die Zielmärkte der Automation werden sich verschieben.“

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