Verpackungstechnik

Roboter erhöhen die Flexibilität beim Verpacken von Lebensmitteln

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Die Roboterlösung überzeugt durch deutliche Kosteneinsparungen, höhere Produktivität sowie signifikant mehr Flexibilität bei Produkt- und Sortimentswechseln. Damit kann der Hersteller wesentlich schneller auf veränderte Marktnachfragen reagieren.

Ein Engpass in der Endverpackung war beim manuellen Kommissionieren aufgetreten – Folge der zunehmenden Nachfrage nach schnell wechselnden Sortimenten. In einem vorgelagerten Arbeitsschritt mussten die Mitarbeiter frisch produzierte und in Folie eingeschweißte Wurst- oder Fleischwaren von Hand in E2-Satten (stapelbare Fleischbehälter nach Euronorm) der Maße 400 mm × 600 mm × 200 mm einlegen. Die Satten können je nach Wurstsorte unterschiedlich viele Lagen aufnehmen, bevor sie über Förderbänder zur Kommissionierstation gelangen, wo andere Mitarbeiter die Würste dann lagenweise entnehmen, um sie je nach Kundenanforderung in Beutel einzulegen und zu verschweißen.

Delta-Roboter mit integrierter Kamerakontrolle Produkte richtet Produkte aus

Dort erkannten die Projektverantwortlichen den produktionstechnischen Flaschenhals. Die Lösung: De Man installierte eine automatisierte Beutelschweißanlage. Sie besteht aus mehreren Förderstrecken, einem Roboter von ABB mit Bildverarbeitungssystem und einer Einschweißstation. Ein integrierter Lift hebt die ankommenden Satten mit teilweise unregelmäßig angeordneten Fleischprodukten von den unteren Transportbändern in eine übergeordnete Förderlinie. Dort nehmen Sauggreifer die Lagen heraus und legen sie zum Vereinzeln auf ein parallel verlaufendes Beschleunigungsband.

Weil die Produkte auf den Förderbändern in loser Folge und vor allem ungeordnet ankommen, gilt es diese für die weitere Verarbeitung perfekt auszurichten. Dies übernimmt ein Delta-Roboter IRB 340 Flexpicker mit integrierter Kamerakontrolle. Das Vision-System erkennt Position, Lage und Ausrichtung der Teile und gibt die Daten an die Steuerungssoftware, die daraus wiederum die Bewegungsbahnen des Roboters errechnet. So kann dieser zielgerichtet die einzelnen Lagen greifen und in der gewünschten Anordnung in der Einschweißvorrichtung platzieren. Die robotergestützte Beutelschweißanlage bei Nölke schafft problemlos die vielen unterschiedlichen Produkte in wechselnden Zusammenstellungen – und das bei einem Durchsatz von 420 Beuteln pro Stunde.

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