Verpackungstechnik

Roboter erhöhen die Flexibilität beim Verpacken von Lebensmitteln

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Die Robotgrader AB aus dem schwedischen Mölndal integriert in ihre Zellen zum Verpacken nach Fixgewicht Roboter der Baureihen IRB 360 Flexpicker. Fixgewichtverpackungen vereinfachen Disposition, Lagerhaltung und Abverkauf im Lebensmittelgroß- und Einzelhandel. Für die Lebensmittelhersteller bedeutet diese Präferenz ihrer Marktpartner eine Zusatzaufgabe: Sowohl reklamationsträchtige Gewichtsunterschreitungen als auch teure „Zugaben“ an die Händler oder Endkunden gilt es zu vermeiden.

Transport der Fleischstücke zur und durch die Roboterzelle übernehmen Förderbänder

So soll beispielsweise eine Vierer-Packung Steaks oder Filets immer exakt 600 g enthalten. Die ungleichen Fleischteile sind zu wiegen und unterschiedlichen Gewichtsklassen zuzuteilen, um aus dieser Vorsortierung die jeweils zueinander passenden Fleischstücke zu Fixgewichtverpackungen zu kombinieren.

Dort setzt die Robotgrader-Zelle an. Sie benötigt lediglich ein bis zwei Mitarbeiter zum Überwachen des Prozesses. Je nach Leistungsanforderungen kann eine Robotgrader-Prozesslinie aus einem oder drei Modulen mit jeweils einem Deltaroboter bestehen. Entsprechend lautet die Bezeichnung für das System dann Robotgrader 100, 200 oder 300 für jeweils 100, 200 oder 300 Stücke Fleisch oder Fisch pro Minute (180 g pro Stück).

Den Transport der Fleischstücke zur und durch die Roboterzelle übernehmen Förderbänder, wobei die Produktzufuhr über eine oder zwei parallele, mittig angeordnete Transportstrecken erfolgt. Zu beiden Seiten dieser Produktförder-bänder laufen jeweils drei parallele Förderbänder für Trays oder Boxen, in die der Roboter die Teile programmgesteuert legt. Dazu haben die Spezialisten von Robotgrader eigens einen effizienten Sortieralgorithmus für die Steuerungssoftware entwickelt.

Am Zelleneingang installierte Bandwaagen stellen das jeweilige Gewicht der von den Zerlegebetrieben angelieferten Fleischstücke fest und übergeben die Daten an den Sortieralgorithmus. Die Wiegegenauigkeit liegt unter Produktionsbedingungen bei 95% innerhalb einer Standardabweichung von ±2 g. Den Bandwaagen nachgeschaltete optische Detektoren auf Basis von Standard-Photozellen ermitteln Lage, Position und Ausrichtung der Teile auf den Zufuhrbändern.

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