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Postprocessing Roboter für automatisiertes Entfernen von Stützstrukturen

Redakteur: Katharina Juschkat

Stützstrukturen in der Additiven Fertigung zu entfernen, ist zeit- und kostenaufwändig. Renishaw und Additive Automations entwickeln deshalb einen Cobot, der das zukünftig automatisiert übernehmen soll.

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Im 3D-Metalldruck müssen Stützstrukten aufwändig manuell entfernt werden. Ein automatisiertes Verfahren könnte ein Bauteil um 25 % günstiger machen.
Im 3D-Metalldruck müssen Stützstrukten aufwändig manuell entfernt werden. Ein automatisiertes Verfahren könnte ein Bauteil um 25 % günstiger machen.
(Bild: Additive Automations)

Der britische 3D-Drucker-Hersteller Renishaw und das britische Start-up Additive Automations haben eine Partnerschaft geschlossen. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen eine Methode entwickeln, um additive Stützstrukturen von metallischen 3D-gedruckten Bauteilen automatisiert zu entfernen. Damit soll ein Bauteil im Durchschnitt um ein Viertel günstiger werden, schätzen die Projektpartner.

Cobot erkennt mit Deep Learning die Strukturen

Das britische Start-up Additive Automations entwickelt Roboter für automatisierte 3D-Druck-Verfahren.
Das britische Start-up Additive Automations entwickelt Roboter für automatisierte 3D-Druck-Verfahren.
(Bild: Renishaw)

Vor allem im 3D-Metalldruck sind Stützstrukturen notwendig, um Bauteile additiv zu fertigen. Diese Stützstrukturen nach dem Druckvorgang wieder zu entfernen, ist zeitaufwändig. Anwender führen diesen Arbeitsschritt aktuell noch manuell durch. Das will das Projekt „Separation of Additive-Layer Supports by Automation“ (kurz Salsa) ändern.

Damit die Strukturen automatisiert entfernt werden können, entwickeln die britischen Unternehmen derzeit eine Software, die zunächst einmal die Strukturen erkennen kann. Dabei wird Deep Learning eingesetzt.

Ein Cobot soll im nächsten Schritt eigenständig die Strukturen entfernen. Für die Aufgabe wurden Cobots – also kollaborative Roboter – gewählt, da sie über integrierte Kraftsensoren verfügen und aufgrund ihres guten Nutzlast-Größen-Verhältnisses. Der Cobot soll alle möglichen Typen von Stützstrukturen an verschiedenen 3D-Metalldruck-Bauteilen entfernen können. Dabei wollen die Unternehmen auf keine giftigen Substanzen setzen, sondern eine sichere Umgebung für Menschen schaffen.

Postprocessing für die Additive Fertigung

Mehr über das Nachbearbeiten additiv gefertigter Bauteile erfahren Sie auf der Fachtagung „3D-Druck! Und dann? – Postprocessing für die Additive Fertigung“. Erfahren Sie dort, welche Arbeitsschritte in welchen additiven Verfahren nicht mehr zwingend per Hand erledigt werden müssen und lernen Sie die Varianten der Nachbearbeitung kennen, speziell auf die Bedürfnisse additiv gefertigter Bauteile abgestimmt – für Metall und Kunststoff.

Das Programm

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