Industrielle Robotik Roboter mit Selbstlokalisierung wissen, wo es langgeht

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Die Kombination von Sensorik und Echtzeitsteuerung eröffnet der industriellen Robotik neue Anwendungsgebiete. Ein neues Verfahren soll jetzt den wirtschaftlichen Einsatz von ortsflexiblen Robotern in der Produktion ermöglichen: Noch während der Bewegung des Arms können Roboter auf Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren und die Bewegungsbahn festlegen.

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Die dazu notwendige Selbstlokalisierung der Roboter und die Lokalisation anderer beweglicher Objekte innerhalb der Arbeitszelle funktioniert ohne Bildverarbeitungssystem, heißt es. Die sensorgeführte Echtzeitsteuerung erfordere keine aufwändige Programmierung.

Lokalisierungssystem basiert auf Sensoren

Ein Kernelement dieser Handhabungstechnik für die Industrieautomation ist das von Robotics Technology Leaders entwickelte Lokalisierungssystem VR-Floor (Virtual Reality Floor), das auch bei den robotergestützten Fernsehkameras im neuen Nachrichtenstudio des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) zum Einsatz kommt.

Es besteht aus passiven Markern mit fester Identität, Sensoren zur Erfassung der Markierungspunkte und einem Steuerungsrechner zur Auswertung der Sensorinformationen. Die Marker werden etwa 3 mm unterhalb der Bodenoberfläche eingebaut. Ein Luftkissen soll für die Mobilität des Roboters sorgen.

Lokalisierungssystem für Roboter arbeitet berührungslos

Die Sensoren werden am Roboterfuß und je nach Anwendung an weitere bewegliche Objekte im Arbeitsraum, etwa einem Werkstückträger, befestigt.

So ausgestattet ist es Herstellerangaben zufolge beispielsweise nicht mehr erforderlich, zugeführte Werkstücke in der Arbeitszelle exakt auszurichten und zu positionieren.

Das Lokalisierungssystem arbeitet berührungslos und verschleißfrei, heißt es weiter.

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