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Robotec Systems/Helukabel Roboter-„Strippen“ leisten Schwerstarbeit

| Redakteur: Jürgen Schreier

Ganze 57 s benötigen die Industrieroboter, um eine Tür für den neuen BMW X1 zu bauen. Machen sollen die „eisernen Gesellen“ dies sieben Jahre lang, und zwar möglichst störungsfrei. Das ist Schwerstarbeit: nicht nur für die Roboter, sondern auch für die Energiezuführungssysteme der Roboterwerkzeuge.

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Volker Elbe, Robotec Systems (l.), und Manfred Scheuerer, BMW (r.): Die größte Herausforderung bei diesem Projekt hat Robotec Systems mit der Erstellung der Lastdaten gemeistert.
Volker Elbe, Robotec Systems (l.), und Manfred Scheuerer, BMW (r.): Die größte Herausforderung bei diesem Projekt hat Robotec Systems mit der Erstellung der Lastdaten gemeistert.
(Bild: BMW)

Beim Bau einer Tür für den neuen BMW X1 leisten nicht nur die Roboter Schwerstarbeit, sondern auch die Energiezuführungssysteme der Roboterwerkzeuge von Robotec Systems. Sämtliche Herausforderungen bei dieser Anwendung wie die erstmalige Lastdatenermittlung hat die Helukabel-Tochter mit Bravour gemeistert.

Roboter bauen Autotüren

Nahe Regensburg im bayerischen Elsendorf entsteht derzeit eine hochmoderne Anlage zur Fertigung der Türen für den neuen BMW X1. „Wir von BMW übernehmen anfangs die Regie. Als Dienstleister planen wir die Anlage, wählen die Lieferanten aus und bauen die Anlage komplett auf. Wenn alles läuft, übergeben wir sie an den Eigentümer – unseren Zulieferer Magna“, berichtet Manfred Scheuerer, der bei BMW für die Fertigungsplanung verantwortlich ist und ergänzt: „Über dieses sogenannte Drittkundengeschäft setzen wir weltweit Produktions- und Qualitätsstandards.“

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Wie im Automobilbau üblich, übernehmen auch in der Türenproduktion Roboter weitestgehend die Arbeit. 76 Großserienroboter stehen in der riesigen Halle. Sie sind aufgeteilt auf vier Anlagen zur Produktion der zwei Vorder- und Rücktüren. Hier werden im Dreischichtbetrieb rund 700.000 Türen im Jahr aus den von Magna in Graz gefertigten Blechteilen mit Punktschweißzange und Klebepistole zusammengebaut.

1 Mio. Torsionszyklen

Sieben Jahre lang soll die Anlage möglichst störungsfrei laufen. Da Roboter prinzipiell ohne Werkzeug angeboten werden, benötigen sie ein Versorgungssystem: Strom, Kühlwasser, Daten und Klebemittel müssen via Kabel oder Schlauch an den Werkzeugkopf geführt werden. Neben den standardisierten technischen Spezifikationen der Kabel und Schläuche für die jeweiligen Werkzeuge definiert BMW auch qualitative Anforderungen. Diese sind als Formel im Lastenheft hinterlegt und berechnen sich aus der maximal tolerierten Stillstandszeit der Anlage.

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