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Roboter in der Werkzeugmaschine

Roboter verdienen sich ihren Platz in der Werkzeugmaschine

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Kuka-Roboter in der Mazak Integrex

Den Trend bestätigend, präsentierte der Werkzeugmaschinenhersteller Mazak erstmals auf der AMB das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit Kuka. Diese resultierte aus dem Anspruch, seinen Kunden eine Gesamtlösung anbieten zu können, die optimal auf die Leistungsdaten der Mazak-Integrex-i-Serie zugeschnitten ist. Dabei beschäftigt sich Mazak bereits seit den 1970er-Jahren mit der automatisierten Fertigung und bietet zum Beispiel mit dem Palletech-System für Bearbeitungszentren ein bereits etabliertes Automationssystem an. Bei der neuen automatisierten Lösung lieferte Kuka für die Mazak-Integrex-i-Serie die Hardware und in der Mazak-eigenen Engineeringabteilung entstand sowohl das Programm als auch die Schnittstellen- und Ablaufprogrammierung.

„Das Besondere an der Integrex-Lösung mit Roboter liegt in der außergewöhnlichen Flexibilität. Die Integrex-Maschinenserie ist mit ihrer Done-in-one-­Bearbeitung zur Fertigbearbeitung von Werkstücken schon für sich alleine sehr flexibel und eignet sich mit ihrer hohen Qualität auch für kleine Losgrößen sehr gut für die heutigen Fertigungsanforderungen. Wir sehen hier ein deutliches Wachstumspotenzial und haben mit der in Deutschland neu gegründeten Engineeringabteilung in 2015 unsere Kapazitäten für solche Lösungen deutlich ausgebaut“, erläutert Johannes Burkart, Manager Marketing der Yamazaki Mazak Deutschland GmbH. Durch die Verbindung der Mazak-Werkzeugmaschine mit dem Roboter entsteht ein Gesamtpaket, da der Roboter nicht nur das Werkstück-, sondern auch das erweiterte Werkzeughandling übernimmt. Des Weiteren können in der Zelle diverse Sonderfunktionen installiert werden, wie beispielsweise ein optisches oder Lasermesssystem oder eine Entgratstation.

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Eine Frage der Automatisierung war aber auch immer schon eine Frage der Kosten. „Natürlich können sich die Investitionskosten durch eine Roboterzelle für eine Werkzeugmaschine verdoppeln, was viele Endanwender bisher oft davon abgehalten hat, in Automatisierung zu investieren. Aber die Anforderungen des Marktes unter anderem nach kürzeren Lieferzeiten und niedrigeren Losgrößen in der Kombination mit den steigenden Lohn- und Logistikkosten überzeugen immer mehr Kunden von der Notwendigkeit der Automatisierung. Und die Amortisationszeit durch eine höhere Auslastung der Maschine liegt häufig bei unter zwei Jahren“, leistet Schuhbauer von Kuka Überzeugungsarbeit für Unentschlossene. Weiter führt er an: „Selbst bei einem umfangreichen Teilespektrum lohnt sich der Einsatz eines Roboters. Denn er kann die Nebenzeiten effektiv nutzen und Arbeiten wie Bohren, Bürsten und Entgraten durchführen, um damit die Bauteilqualität gegenüber manueller Bearbeitung zu erhöhen, die Ausbringung der Maschine zu steigern, indem ihr der Roboter Arbeiten abnimmt, und dadurch die Amortisationszeit zu verkürzen, teilweise auf unter ein Jahr.“ Kuka gehört dabei zu den wenigen Unternehmen, die sowohl vom eigenen Know-how über die Robotik als auch über die Anlagen- und Systemtechnik profitieren. Die enge Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens verdeutlicht ein Beispiel aus dem Bereich Machine Tool Automation, bei dem ein Flexfellow von Kuka Systems und ein LBR iiwa von Kuka Robotics eine Reibschweißmaschine von Kuka Industries be- und entladen.

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