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Robotik

Roboterhandling verdoppelt die Fertigungskapazität

| Autor / Redakteur: Ralf Högel / Rüdiger Kroh

Bild 1: Der Roboter HP20D übernimmt einen Rohling aus der Palette und übergibt ihn an das Drehzentrum.
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Bild 1: Der Roboter HP20D übernimmt einen Rohling aus der Palette und übergibt ihn an das Drehzentrum. (Bild: Högel)

Mit einem klugen Schachzug ist es einem Automobilzulieferer gelungen, die Fertigungskapazitäten für die Antriebsräder eines Achtgang-Automatikgetriebes zu verdoppeln. In einem dreistufigen Automatisierungskonzept für zwei Werkzeugmaschinen übernehmen drei Roboter das komplette Teilehandling.

Als Automobilzulieferer hat sich SM France, ein Unternehmen der Saarmetall-Gruppe, einen Namen gemacht. Mit Sitz im französischen Sarreguemines ist man auf Bauteile für Getriebe in Großserien spezialisiert. Unter anderem produziert SM France im Auftrag von ZF Friedrichshafen Antriebsräder für dessen Achtgang-Automatikgetriebe. Die Bearbeitung des Antriebsrades erfolgt dabei in drei Schritten. Der Stahlrohling durchläuft im ersten Schritt auf einem Drehzentrum mehrere Bearbeitungen, dann schließt sich das genaue Räumen der Innenverzahnung auf einer Räummaschine an und im letzten Schritt erfolgt die Teilereinigung.

Unproduktive Nebenzeiten der Maschinen verkürzen

Bis vor Kurzem erfolgten die Be- und Entladung der Maschinen sowie deren Verkettung noch manuell. Dazu Winfried Maul, Mitglied der Geschäftsleitung bei SM France: „Wir konnten dem ständig steigenden Teilebedarf mit dem hohen Handarbeitsanteil an den Maschinen nicht länger gerecht werden. Als Ausweg aus diesem Kapazitätsproblem mussten wir die unproduktiven Nebenzeiten der Maschinen verkürzen. Und dafür gab es nur eine Lösung: Automation.“

Gesucht wurde ein geeigneter Systemintegrator für die Automation der beiden Werkzeugmaschinen. Nach Analyse einiger potenzieller Lösungen von unterschiedlichen Anlagenbauern machte ein Vorschlag der EGS Automation aus Donaueschingen das Rennen. Sehr zur Freude von Heiko Röhrig, dem dortigen Vertriebsleiter: „Die Automation von Werkzeugmaschinen ist seit vielen Jahren eine EGS-Kernkompetenz. Dennoch war die Aufgabenstellung in diesem Fall anspruchsvoll, da zusätzliche Bearbeitungsschritte zu integrieren waren und beide Maschinen auf engem Raum möglichst flexibel verkettet werden sollten. Zusätzlich haben wir uns um eine besonders anwenderfreundliche Lösung bemüht, weil man bei SM France bis dato noch keinerlei Erfahrung in Sachen Robotik hatte.“

Dreistufiges Automatisierungskonzept für zwei Werkzeugmaschinen

Die EGS-Mannschaft entwickelte ein maßgeschneidertes Automatisierungskonzept mit drei Yaskawa-Robotern, das genau den bestehenden Anforderungen entspricht. Im Wesentlichen besteht die Lösung aus drei Modulen, von denen das erste für die Beladung des Drehzentrums sorgt, während das zweite die Entladung der Maschine sowie nachgelagerte Arbeitsschritte erledigt. Modul drei bedient die Räummaschine und übernimmt die Übergabe der Antriebsräder an die angeschlossene Teilereinigungsanlage.

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