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Um diese Bauteile im Rahmen großvolumiger Fertigungsprozesse herstellen zu können, rücken derzeit die eingesetzten Anlagen immer stärker in den Blickpunkt. Sie müssen verfahrenstechnisch die Qualitäts- und Prozesssicherheit dauerhaft sicherstellen. Einer der Schlüsselprozesse ist dabei der Endbeschnitt. „Im Wesentlichen konkurrieren zwei Verfahren miteinander, erklärt Dipl.-Ing. Jörg Rommelfanger, Leiter Robotersysteme bei Krauss-Maffei Technologies. „Während die Wasserstrahltechnik insbesondere bei dünnwandigen Bauteilen mit einfachen Formen ihre Stärken ausspielen kann, wird bei zunehmender Komplexität der Bauteile die Zerspanung interessant.“
Mehrere Bauteile gleichzeitig in einer Roboterzelle bearbeiten
Am Standort Viersen entwickelt Krauss-Maffei Robotersysteme, die bei der spanenden Endbearbeitung von CFK-Komponenten zur Anwendung kommen. Einer der Vorteile der robotergestützten Bearbeitung ist die Flexibilität im Produktionsprozess.
Mehrere Bauteile können gleichzeitig in einer Roboterzelle bearbeitet werden. Werkzeugwechsel für unterschiedliche Bearbeitungsaufgaben sind innerhalb des Bearbeitungszyklus möglich.
Auf diese Weise vollzieht sich die Bearbeitung der Bauteile innerhalb eines Zyklus – vom Vorfräsen und Finish-Fräsen über das Besäumen und Nuten bis hin zum Bohren und weiteren Anwendungen. Die Operationen erfolgen hochgenau. So liegt die Genauigkeit beim Fräsen im Bereich von 0,1 mm. „Zudem können Roboter einfach mit anderen Bearbeitungsoperationen verkettet werden“, ergänzt Rommelfanger.
Wichtiger Projektpartner von Krauss-Maffei im Bereich Composites sind die Werkzeugspezialisten der LMT-Gruppe: LMT Onsrud und LMT Belin. Seit über 40 Jahren entwickeln sie Präzisionswerkzeuge für die spanende Bearbeitung von Kunststoffen und Faserverbundwerkstoffen.
Glatte, gerade und gratfreie Schnittkanten mit hohen Vorschubraten erzeugen
Speziell die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung steht dabei im Zentrum, wie Martin Danielczick, Manager des Segments Plastics & Composites innerhalb der LMT-Gruppe verdeutlicht: „Letzten Endes geht es immer darum, dass glatte, gerade und gratfreie Schnittkanten mit hohen Vorschubraten erzeugt werden.“ Auf der Fachtagung „Carbon Composites 2011“ referiert Danielczick zum Thema CFK-Zerspanung. Die Fachtagung findet am 17. November in Augsburg statt.
Fräser, Bohrer, Reibahlen, aber auch eigens für eine Bauteilanwendung entwickelte Sonderwerkzeuge werden von LMT auf die Anforderungen der Verbundwerkstoffe „zugeschnitten“. Hauptanforderungen sind die Vermeidung von Delaminationen und die Perfektionierung der Schnittkanten. Entsprechend ist die Geometrie und Beschichtung der Werkzeugschneiden zu optimieren und der Substratwerkstoff des Werkzeugs auszuwählen.
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