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Mensch und Roboter

Robotik und Automation gewährleisten Industrie 4.0

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Deutliche Umsatzsteigerungen im Bereich Integrated Assembly Solutions

Ebenfalls auf Wachstumskurs sind die Integrated Assembly Solutions (IAS), die aus Millionen von Einzelteilen täglich neue Produkte entstehen lassen. Die deutsche IAS-Branche weitete ihren Umsatz einschließlich aller Exporte 2014 um 8 % auf über 6 Mrd. Euro aus. Für die Jahre 2015 und 2016 werden weitere Umsatzsteigerungen von 4 % erwartet. Integrated Assembly Solutions werden bei der Verwirklichung von Industrie 4.0 eine wichtige Rolle einnehmen, indem sie die direkte Kommunikation zwischen einzelnen Devices ermöglichen. Neue „hybride“ Montageanlagen setzen dabei auf die intelligente Kombination von menschlichen und maschinellen Fähigkeiten.

Mit Blick auf Integrated Assembly Solutions liegt die Automobilindustrie in Deutschland ganz vorne. Hier erwarten die VDMA-Experten auch zukünftig, dass das Vernetzen von Komponenten eine große Bedeutung haben wird, ebenso Themen wie Energieeffizienz und Leichtbau. Auch der Trend zu mehr kompletten Lösungen aus einer Hand und die steigende Nachfrage nach elektrischen Antrieben werden sich fortsetzen. Montagelinien werden noch flexibler und schneller und schlanke Montagelinien (lean assembly) werden verstärkt Einzug halten.

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Der Einsatz von Industrierobotern vervielfacht sich

Die IFR-Analyse der Roboterdichte in den einzelnen Regionen zeigt weltweit das enorme Wachstumspotenzial der industriellen Automatisierung. Obwohl China heute schon der weltweit größte und am schnellsten wachsende Robotermarkt ist, verzeichnet die produzierende Industrie dort erst eine Roboterdichte von 36 Einheiten pro 10.000 Beschäftigte. Diese Anzahl liegt erst knapp über der Hälfte des globalen Durchschnitts mit 66 Einheiten.

Der chinesische Markt wird zukünftig für die Roboterhersteller eine wichtige Rolle spielen. Immerhin 1,2 bis 1,5 Mio. Industrieroboter müsste China installieren, um auf die Roboterdichte der führenden Industrieländer aufzuschließen. Das entspricht in etwa dem derzeitigen Weltroboterbestand.

Insgesamt gingen nach IFR-Angaben im Jahr 2014 insgesamt 70 % der weltweiten Lieferungen auf fünf Märkte: China, Japan, USA, Südkorea und Deutschland. Aufgeschlüsselt nach Branchen ist die Roboternutzung im Bereich Automotive am größten, gefolgt von der Elektrotechnik/Elektronik, der Metall verarbeitenden Industrie, der Kunststoffindustrie, dem Lebensmittelbereich, Pharmazie und Kosmetik sowie diversen anderen. Fest steht: Der Roboterbedarf der General Industry wächst stärker. Entsprechend erwarten Experten bis 2018 ein Wachstum in allen Weltregionen – ein dynamisches Wachstum in Asien, eine weiter steigende Nachfrage aus Westeuropa und Nordamerika und auch eine Zunahme der Roboteranwendungen in den osteuropäischen Ländern.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik