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Bei knappem seitlichen Einbauraum Einsatz von Kettenradantrieben
Kettenradantriebe dagegen werden immer dann benötigt, wenn seitlicher Einbauraum eine Montage von Aufsteckantrieben nicht zulässt. Über Rollenkette und Kettenräder wird der Getriebemotor mit der Antriebswelle verbunden und bietet für jede Torgröße den optimalen Antrieb. Tore mit Kettenradantrieb stellen an die Montage besondere Anforderungen. Einwandfreie Funktion und Lebensdauer von Tor, Antrieb und Übertragungselementen hängen wesentlich vom richtigen Ausrichten, Spannen und Fixieren von Antrieb, Kettenrad und Kette ab.
Beidseitig montierte Gehäuselager mit großen Achsdurchmessern werden den Anforderungen hoher Traglasten gerecht. Die Gehäuselager von LFD sind zur Schmierung mit einem Lithiumseifenfett gefüllt. Unter normalen Betriebsbedingungen reicht diese Fettfüllung für die Lebensdauer des Lagers aus. Lassen sich wegen ungünstiger Betriebsbedingungen keine wartungsfreien Gehäuselager einsetzen, so können die gängigsten Gehäuselagertypen auch in nachschmierbarer Ausführung geliefert werden. Beim Einsatz unter extremen Bedingungen erhöht Nachschmieren die Lebensdauer.
Sektionaltor benötigt nach außen keinen Platz zum Öffnen
Ein Sektionaltor dient dem Verschließen von Hallen oder als Garagentor. Das Torblatt ist in mehrere Sektionen in der Regel waagerecht unterteilt und schließt sich von oben nach unten Gegenüber dem Kipptor, dem Flügeltor und dem Schwingtor hat es den Vorteil, dass es außen keinen Raum zum Öffnen benötigt. In Konkurrenz dazu steht das Rolltor. Rolltor und Sektionaltor können auch als Schnelllauftore ausgeführt sein. Die Sektionen sind durch Gelenke wie eine Kette aneinandergefügt und haben seitlich Laufrollen, die in Schienen geführt werden (Bild 5 und 6 – siehe Bildergalerie). So gelangt das Tor nach dem Öffnen in eine waagerechte Position unter der Hallendecke.
Schnelllauftore sind eine technische Weiterentwicklung und werden überwiegend im gewerblichen Bereich und in der Industrie eingebaut. Die Unterschiede zwischen ihnen sowie den Sektional- und Schnelllauftoren liegen vor allem in der auf hohe Laufgeschwindigkeiten und viele Lastwechsel (Öffnen und Schließen) ausgerichteten Konstruktion. Je nach Bauart ist eine horizontale oder vertikale Laufrichtung möglich.
Beim Warenverkehr von Halle zu Halle werden Schnelllauftore eingesetzt, wie beispielsweise in der Lebensmittelindustrie, wo bei Tiefkühllagerhallen besondere klimatische Bedingungen berücksichtigt werden müssen. Kurze Öffnungs- und Schließzeiten reduzieren hierbei Kühlverluste, verhindern Luftzug und ermöglichen einen ungestörten Betriebsablauf. Die hohen Verfahrgeschwindigkeiten und die Häufigkeit der Schließvorgänge im laufenden Betrieb müssen konstruktiv berücksichtigt werden, da sie große Belastungen verursachen.
Automatisches Öffnen mithilfe von Lichtschranken
Lichtschranken und Lichtgitter ermöglichen automatisch ein schnelles Reagieren der Tore auf Bewegungen. So kann ein Gabelstapler ohne zu stoppen auf ein Schnelllauftor zusteuern, das beispielsweise unterschiedliche Hallen und Fertigungsbereiche miteinander verbindet. Das Tor öffnet und schließt automatisch in kürzester Zeit. Voreilende Lichtschranken erhöhen den Sicherheitsfaktor und die Schnelligkeit der automatischen Reaktion zusätzlich. Ein Gabelstapler kann ebenso durch ein Außentor zügig verkehren. Der Wärmeverlust bei Schnelllauftoren ist gering, es entstehen keine Wartezeiten, das Hallenklima wird nur kurz und geringfügig beeinträchtigt. Das Tor öffnet und schließt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 m/s.
Beidseitig an der Antriebsachse montiert sorgen Flanschlager und Stehlager für einen möglichst reibungslosen Lauf der Sektionaltore, die häufig in Laufschienen in den Deckenbereich gezogen werden (Bild 2). Je nach Bauart werden auf geteilten Achsen bis zu vier Flanschlager angebracht. Zwei an den Achsenden, zwei gegenüberliegend im mittleren Bereich der Zugfedern, um hier auch bei dünnen Achsdurchmessern eine Wellendurchbiegung zu verhindern.
Es geht bei Toren zwar um Technik und um Effizienz, aber heutzutage auch um Menschen. Krankenstände verringern sich gerade im Winter, wenn in großen Lagerhallen Zugluft und stark schwankendes Raumklima durch unnötig lange geöffnete Tore verhindert werden kann.
* Andreas Jungholt ist Vertriebsleiter, Dipl.-Ing. Michael Neuhaus technischer Leiter bei der LFD-Gruppe in 44319 Dortmund
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