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Rohrumformung

Rollierende Rohrumformung erlaubt komplexe Formen bei geringem Werkzeugaufwand

| Autor: Stéphane Itasse

Für komplexere Geometrien, festere Werkstoffe und mehr Wirtschaftlichkeit stellt Transfluid seine rollierende Rohrumformung vor. Das Verfahren eröffnet laut Mitteilung des Maschinenbauers besondere Möglichkeiten für die Formgebung und reduziert den Einsatz von Werkzeugen auf ein Minimum.

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Die Rohrumformmaschine T-Form SRM 622 von Transfluid ermöglicht das gestalten nahezu frei geformter Geometrien.
Die Rohrumformmaschine T-Form SRM 622 von Transfluid ermöglicht das gestalten nahezu frei geformter Geometrien.
(Bild: Transfluid)

Ihre Stärken spiele die rollierende Technik insbesondere dann aus, wenn eine Formgebung an bereits axial umgeformten Rohren erfolgen soll, scharfkantige Konturen für Dichtelemente erzeugt werden müssen oder perfekte Oberflächen erforderlich sind. Für die werkzeugunabhängige Rohrumformung und die Gestaltung nahezu frei geformter Geometrien verfügten alle T-Form-Sickenrollmaschinen (SRM) von Transfluid über einen servoelektrischen Antrieb und bei Bedarf über eine einfach zu bedienende CNC. Funktionen verschiedener Achsen ließen sich so überdeckend fahren.

Rollierende Rohrumformung beseitigt Werkzeugverschleiß

Da sämtliche Einstellparameter hinterlegt seien, entfalle das Justieren. Der Umformprozess sei dabei gleichermaßen von außen nach innen und von innen nach außen möglich. Selbst vollkommen unterschiedliche Geometrien lassen sich laut Hersteller mit nur einem Werkzeug abbilden, einer Spannbacke und dem Rollkopf. Werkzeugverschleiß sei bei einem Rollierprozess fast gänzlich ausgeschlossen . Auf ein Minimum reduzieren ließen sich außerdem die im Umformprozess notwendigen Schmiermittel.

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Seien Umformungen an hochfesten Werkstoffen nötig, komme ein geschlossener Rollkopf zum Einsatz. Die Formrollen seien darin komplett gestützt. Umformungen an sehr komplexen Geometrien ohne Raum in axialer Richtung würden mit drei Rollen geformt, die in einer offenen Konstruktion aufgenommen werden. So lässt sich die Rollgeometrie direkt an einer Rohr-Flansch-Verbindung ausführen, wie Transfluid berichtet. Mit dem gleichen Rollkopf und den entsprechenden Rollen sei es außerdem möglich, Gewinde zu rollen oder Rändelungen an Bauteilen anzubringen – je nach Anforderungen mit oder ohne Formgebung. Auch Nachbeschnitte an bereits gebogenen Bauteilen setze die rollierende Rohrumformung spanlos und nahezu gratfrei um.

Rollen oder Trennen der Rohre über zwei Rollen möglich

Sollen aufwändige Geometrien nahezu ohne Spannlängen geformt werden, sorge dafür ein Rollkopf, der den Roll- oder Trennvorgang über zwei Rollen ermöglicht. Eine Rolle sei dabei stützend innen oder außen am Rohr positioniert, während die Gegenrolle formgebend zugestellt werde. Schon ab 12 mm Rohrinnendurchmesser lässt sich eine solche innere Stütz- oder Formrolle verwenden, wobei unterschiedlichste Werkzeugpaarungen zum Einsatz kommen können, wie es heißt. Dadurch sei es beispielsweise möglich, gleichzeitig zu formen und zu trennen.Zudem erzeuge diese Technik eine hohe Oberflächengüte in der Umformung. Auch könne an bereits gebogenen Rohren meist auf Formspannstücke verzichtet werden. Grund seien die geringen Belastungen, die sich beim Rollvorgang auf das Rohr übertragen.

Für den Fall, dass die rollierende Rohrumformung bei speziellen Formgebungen an ihre Grenzen stößt, lassen sich laut Hersteller auch bereits gestauchte Rohre dem Rollierprozess zuführen – oder die Rolliermaschine wird direkt mit einer Stauchmaschine kombiniert.

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Stéphane Itasse

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, MM MaschinenMarkt