Saubere Arbeit Rotorblattfertigung ohne Schleifstaub in der Lunge

Redakteur: Peter Königsreuther

Nordex fertigt in Rostock Rotorblätter für Windkraftanlagen. Diesen muss per Handarbeit am Ende der letzte Schliff gegeben werden. Ruwac erklärt, wie das umweltfreundlich geschehen kann.

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Bei Nordex in Rostock baut man zig Meter lange Rotorblätter für die Windkraft. Dort muss jedes Handschleifgerät mit einer integrierten Absaugung ausgestattet sein. Doch das ist noch nicht alles, was die Beseitigung von Staub betrifft.
Bei Nordex in Rostock baut man zig Meter lange Rotorblätter für die Windkraft. Dort muss jedes Handschleifgerät mit einer integrierten Absaugung ausgestattet sein. Doch das ist noch nicht alles, was die Beseitigung von Staub betrifft.
(Bild: Ruwac)

Nordex baut Rotorblätter für Windkraftanlagen, die momentan eine Länge von 75 Metern haben. Sie sind im Betrieb besonders leise, heißt es weiter. Ein Problem exisitiert aber schon länger: die Fertigung der Rotorblätter kann nur schwer automatisiert werden. Handarbeit ist also gefordert. Die betreffenden Rotorblätter sind aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Das Material wird zunächst endkonturnah geformt und ausgehärtet. Am Ende wird es per Handschleifer perfekt glatt gefinisht, damit es eine gute Aerodynamik hat. Bei dieser Arbeit staubt es – und das aber richtig! Den Staub schaffen deshalb ergonomisch konzipierte Handschleifer mit integrierter Absaugung aus der Luft, indem er gleich dort geschluckt wird, wo er entsteht. Nordex favorisiert bei allem dezentrale Systeme, die sich bei sich änderndem Layout leicht anpassen lassen.

Der ex-geschützte Staub-, Späne- und Grate-Fresser

Für den weiteren Abtransport der schädlichen Partikelwolken über lange Schläuche sorgt ein Ruwac-Absauger, der außerdem explosionsgeschützt ist (Zone 22). Das System ist so stark, dass es auch Späne und abgetrennte Grate mitreißen kann. Diese entstehen nämlich bei anderen Bearbeitungsarten, sie dem Sägen und Bohren, oder bei der Kantenbearbeitung durch intensives Schleifen. Das Ganze habe auch noch den Effekt, dass sich nichts auf der Oberfläche der Rotorblätter ablagern kann, was die Einsatztauglichkeit beeinträchtigen könne. Und geht es um die Innenreinigung der Rotorblätter, setzt man dort auf relativ kleine Ruwac-Standardsauger des Typs DS 1220.

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Saugende Sicherheit trotz Funkenflug

Ein anderer Prozess bei Nordex betrifft das Einsetzen von Buchsen mit Gewinden, damit die Rotorblätter später mit der Nabe verbunden werden können. Dabei wird nicht nur GFK sondern auch Metall geschliffen. Funken und Staub beseitigt in diesm Fall ein 4 Kilowatt leistender Sauger, der das Ganze sicherheitshalber durch einen Nassabscheider sausen lässt. Sauger und Nassabscheider sind auf einer fahrbaren Plattform installiert, ein System, dass laut Ruwac zu den größeren im Nordex-Werk gehört.

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