Verbindungstechnik Rundtaktanlage perfektioniert Kabelkonfektion

Redakteur: Peter Königsreuther

Mit einer von Dalex speziell entwickelten Rundtaktanlage hat Frötek-Kunststofftechnik seine Kabelfertigung umfassend automatisiert. So funktioniert das Ganze...

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Für die automatische, und so sehr wirtschaftliche, Produktion von Litzenkabeln mit Aderendkontakten vertraut das Unternehmen Frötek auf die technischen Rafinessen in Dalex-Systemen.
Für die automatische, und so sehr wirtschaftliche, Produktion von Litzenkabeln mit Aderendkontakten vertraut das Unternehmen Frötek auf die technischen Rafinessen in Dalex-Systemen.
(Bild: Dalex)

Die Kompetenzen von Frötek mit Stammsitz in Osterode reichen von diversen Spritzgießverfahren über die Systementwicklung (Moldflow) bis hin zur Montage per Widerstands-, Ultraschall- und Rotationsschweißen. Auch der Prototypen- und Werkzeugbau gehören in das Machbarkeitsspektrum. Ein festes Standbein der global aufgestellten Niedersachsen ist außerdem die Batterietechnik. Dabei ist es egal, ob es sich um flexible oder starre Systeme handelt, oder ob dazu die Hülsen- oder Schweißtechnik zum Einsatz kommt, wie es weiter heißt. Ein Erfolgsfaktor ist die automatische Konfektion der unterschiedlichsten Litzenkabel mit Aderendkontakten, was von einer entsprechend konzipierten Schweißanlage von Dalex übernommen wird.

Eine Anlage für viele Kabelvarianten

Frötek wollte vor einiger Zeit mehrere Arbeitsgänge vereinen. Die Herausforderung lag vor allem in der hohen Variantenvielfalt, sagt Dalex. In kürzester Zeit und in hohen Stückzahlen sollten dazu Schweißrohverbinder mit Querschnittsflächen von 16, 25, 35, 50, 70 und 95 mm2 sowie im Längenspektrum von 75 bis 300 mm samt Rasterung von 1 mm prozesssicher verarbeitet werden, heißt es weiter. „Unsere Antwort auf diese Fragen ist nun ein 16-Stationen-Rundtakt-Montageautomat, der genau auf die Anforderungen zugeschnitten ist“, betont Marcel Groß, Gruppenleiter im Bereich mechanische Konstruktion bei Dalex.

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Dazu setzt man auf die sogenannte Tänzersteuerung, durch die das Litzenkabel von der Coil- respektive Haspeleinheit der Anlage zugeführt wird. Um die verschiedenen Durchmesser und Längen zu berücksichtigen, wird das Kabel vermessen, abisoliert und entsprechend abgelängt, erklärt Groß. Danach transportiert das Förderband den entsprechenden Kabelabschnitt zur Entnahmestation am Drehtisch. Ein Sensor erkennt das Kabel automatisch. Daraufhin wird es vom Transportband genommen und am Drehtisch eingelegt und gespannt.

Doppelt schweißen, heißt Zeit sparen

Die Anlage ist außerdem mit zwei Schweißstationen ausgestattet, die jeweils ein Ende des Kabels mit den Endkontakten bestücken. Dadurch befinden sich immer gleich zwei Kabel in der Anlage was die machbare Stückzahl deutlich steigert, merkt Groß an. Die Prozesse, welche beiden Schweißmaschinen ausführen sind identisch. Sie sehen so aus: Eine federnd gelagerte Handlingeinheit kontrolliert das Kabel, gleicht die Längen aus und bürstet die Kupferdrähte, um Oxidationsrückstände zu beseitigen. Dann wird es in die Schweißstation eingelegt. Auch die kupfernen Endkontaktösen gelangen automatisiert in die Station. Während des sogenannten Buckelschweißens überwacht die Anlage Schweißstrom, -spannung und -weg – so werde das Endergebnis optimal. Zwischen den beiden Schweißstationen entnimmt eine servomotorische Handlingeinheit das Kabel, wendet es, fährt es wieder in Position und legt es in die Bauteilaufnahme der Schweißmaschine ein, ergänzt Groß.

Auch die Endkontrolle läuft automatisch ab

Nach dem Schweißen kontrolliert die Anlage automatisch die fertigen Kabel. Ist alles O. K., kennzeichnet ein Nadelpräger die Kontakte. Dann werden sie per Förderband aus der Anlage ausgeschleust. Sind die Teile n. i. O., werden sie automatisch vor dem Markieren separiert. In der abschließenden Station überprüft eine Lichtschranke außerdem noch, ob nach der Entnahme die Bauteilaufnahme leer ist, führt Groß weiter aus.

„Seit Anschaffung der Dalex-Anlagen haben wir bereits beachtliche 200 Millionen Schweißungen durchgeführt – mit hervorragender Qualität. Die Kombination unserer eigenen strengen Techniken zur Seilüberwachung und unserer Kabelextrusionsanlagen mit der Dalex-Technologie sorgt dafür, dass wir bisher nur wenige Schweißteilversager verzeichnen mussten“, freut sich Sebastian Mathes, Director Electrical Engineering / New Markets bei Frötek, begeistert. Nicht umsonst setzt man gleich drei solcher Systeme ein.

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