Stahlharte Zeiten!

Salzgitter steckt in den roten Zahlen

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Salzgitter hofft auf Aufträge aus dem Militärbereich

Neue Chancen rechnet sich der Stahlkonzern in den Bereichen Verteidigung und Infrastruktur aus, wofür die neue Bundesregierung bekanntlich Investitionen in Milliardenhöhe plant. Das Thema Defense werde also eine größere Bedeutung bekommen. Und davon will auch Salzgitter profitieren. Es gehe dabei etwa um Sicherheitsstahl, oder auch um Rohre für Militärfahrzeuge. Salzgitter hat, wie man erfährt, dazu bereits eine Taskforce gegründet, die das Vorhaben intern koordinieren wird.

Hüttenwerk Krupp Mannesmann wird nicht übernommen

Mit Blick auf das zusammen mit Thyssenkrupp betriebene Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) soll es keine komplette Übernahme durch Salzgitter geben. Die Stahlsparte von Thyssenkrupp will sich aber von der Beteiligung trennen. Der Kaufinteressent hatte die Gespräche aber im Februar abgebrochen. Jetzt wird über eine Alternative beraten. Aber so ganz ohne Weiteres können man einer Schließung nicht zustimmen. Und speziell für den Ausbau des Verteidigungsgeschäfts seien die Lieferungen von HKM wichtig. Für Salzgitter allein sei HKM, so wie sie heute dastehe, aber viel zu groß. Salzgitter ist übrigens mit 30 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt. Thyssenkrupp Steel hält 50 Prozent, die übrigen 20 Prozent gehören dem französischen Röhrenhersteller Vallourec. Seinen Anteil an HKM hat Salzgitter allerdings bereits komplett abgeschrieben und in der Bilanz auf null gesetzt. Das führte zu einer Abwertung von 110 Millionen Euro.

Übernahme durch GP Günter Papenburg und TSR bleibt zweifelhaft

Weiter zurückhaltend äußern sich die Salzgitter-Entscheider zu einer möglichen Übernahme durch GP Günter Papenburg und TSR Recycling. Man sei lediglich in Gesprächen, um besser zu verstehen, was das industrielle Konzept dahinter sei. Bisher liege nur ein unverbindliches Angebot vor. Salzgitter hatte im Januar das Übernahmeangebot der Unternehmen GP Günter Papenburg und TSR Recycling bestätigt. Das Konsortium habe ein nicht bindendes Angebot von rund 18,50 Euro je Aktie vorgelegt. An der Börse rangierte das Papier aber zuletzt bei rund 26 Euro. GP ist aber mit 25 Prozent zweitgrößter Aktionär des Stahlherstellers. Der größte Anteilseigner ist das Land Niedersachsen. Es steht einer Übernahme aber skeptisch gegenüber. Das Land ist mit 26,5 Prozent beteiligt.

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