Smarterer Dreh Sandvik Coromant hat das Drehen in alle Richtungen optimiert

Redakteur: Peter Königsreuther

Zusammen mit HCL Technologies soll das sogenannte Primeturning-Verfahren in die Software Camworks integriert werden. Das soll Vorteile bringen.

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Durch die Partnerschaft von Sandvik Coromant mit HCL Technologies ist die Integration des Drehprozesses Primeturning in die Sofware Camworks gelungen. Damit soll das Drehen in alle Richtungen planbarer und produktiver werden.
Durch die Partnerschaft von Sandvik Coromant mit HCL Technologies ist die Integration des Drehprozesses Primeturning in die Sofware Camworks gelungen. Damit soll das Drehen in alle Richtungen planbarer und produktiver werden.
(Bild: Sandvik Coromant)

Das Primeturning-Verfahren des schwedischen Zerspanungswerkzeug-Spezialisten Sandvik Coromant und die unterstützenden Werkzeugen dazu bieten, wie es heißt, die erste branchenweit nutzbare Möglichkeit zum Drehen in alle Richtungen. Im Gegensatz zu konventionellen Drehbearbeitungen, die seit Jahrzehnten nicht mehr weiterentwickelt sein sollen, könnte man mit Primeturning Längsdrehen (sowohl vor- als auch rückwärts) sowie Plan- und Profildrehen mit nur einem Werkzeug. Ausgeführt mit den beiden flexibel einsetzbaren Werkzeugen Coroturn-Prime des Typs A und des Typs B verbessert Primeturning laut Sandvik die Produktivität beim Drehen. Als Teil der neuen Partnerschaft hat HCL das Primeturning Verfahren in seine Camworks Software integriert.

Denn HCL stellt IT-Services für verschiedene Industriesektoren bereit und bietet dazu einige Produktions-Tools wie eben die CAM-Software Camworks. Diese featurebasierte Software hilft dabei, die Produktivität mit anpassungsfähigen Automatisierungswerkzeugen zu steigern und den CNC-Code für eine einfache Implementierung zu optimieren, erklärt Sandvik. Darüber hinaus unterstütze sie Anwender dabei, die richtigen Parameter und Variablen einzurichten, um die den Produktionszyklus zu minimieren.

Camworks steht für eine assoziative Bearbeitung, die sicherstellt, dass Designänderungen immer im Werkzeugweg berücksichtigt werden, heißt es weiter. Es beseitige auch die sonst üblichen Zeitbeschränkungen bei Dateiübertragungen und biete die Möglichkeit, mit mehreren Plattformen zu arbeiten.

Mehr Drehmöglichkeiten bei kürzeren Bearbeitungszyklen

Die neue Partnerschaft heißt für die Anwender, dass sie die Vorteile dieser Technik über einen integrierten Kanal nutzen können, der die Programmierung von Bearbeitungsprozessen effizienter und einfacher macht, führt Sandvik weiter aus. So kann Primeturning beispielsweise eine 50-prozentige Produktivitätssteigerung erreichen, die Drehbearbeitungen in alle Richtungen flexibler machen und eine höhere Maschinenauslastung durch kürzere Einricht- und Werkzeugwechselzeiten ermöglichen, zählen die Schweden zu den Vorteilen auf.

Camworks sei aber nicht nur für Zerspanungsprozesse wie das Drehen wichtig, sondern spiele auch eine entscheidende Rolle bei der Anpassung des gesamten Fertigungssektors an Industrie 4.0. Mit dieser Partnerschaft will man den Endanwendern einen Mehrwert bieten, den sie für die Fertigung im Rahmen einer digitalisierten Produktionswelt benötigten.

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