EMO 2013 Sanftes Zement-Ruhekissen für Werkzeugmaschinen

Redakteur: Peter Königsreuther

Außer zum dämpfen von Holzbearbeitungsmaschinen, entdecken laut Durcrete auch die Hersteller von Werkzeugmaschinen die qualitätssteigernden Eigenschaften des selbstverdichtenden Zementbetons namens Nanodur für den Einsatz als Maschinenbett.

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Ein vom Bundeministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt hat ergeben, dass Nanodur einen deutlich günstigeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt als vergleichbare Werkstoffe.
Ein vom Bundeministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt hat ergeben, dass Nanodur einen deutlich günstigeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt als vergleichbare Werkstoffe.
(Bild: Durcrete)

Auch bei diesem EMO-Auftritt präsentiert Durcrete seine Maschinenbetten aus dem Zementbeton Nanodur. Diese Bauteile aus selbstverdichtendem UHPC (Ultra high performance Concrete) werden laut Anbieter nur in spezialisierten Produktionsstätten gefertigt und wirken sich im Serieneinsatz besonders wirtschaftlich aus.

Bewährter Bestandteil in der Holzbearbeitung

Seit vielen Jahren sei der patentrechtlich geschützte Werkstoff Nanodur bei Holzbearbeitungsmaschinen der Homag-Gruppe fester Bestandteil der Anlagentechnik. Nach dem Erfolg auf der letzten EMO setzen auch zunehmend die Hersteller von Werkzeugmaschinen auf die dämpfende Wirkung des Materials, erklären die Durcrete-Experten. Genauigkeiten bis zu 0,1 mm in punkto Ebenheit könnten mit dem Material direkt aus der Schalung heraus erreicht werden.

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Bei höheren Anforderungen müssen laut Aussteller nachgelagerte Präzisionsbearbeitungen durchgeführt werden. Eine Möglichkeit sei das Fräsen und Bohren von eingebundenen Stahlleisten. Eine Alternative ist es, Nanodur mikrometergenau zu schleifen und die Linearführungsschienen direkt zu montieren. So habe etwa das Unternehmen Planolith aus Aschaffenburg auf Basis der Sonderrezeptur „Novalith“ leichte, tragbare Messwinkel und Platten aus Nanodur entwickelt. Hier werden die Genauigkeitsflächen durch aufgeklebte Keramikplatten abgebildet, welche beständig gegen Abrieb sind, wie es heißt. Ein weiteres Beispiel ist das Unternehmen Johann Fischer aus Aschaffenburg: Dort werden Maschinenbauteile auf Basis von „Innocrete“ gefertigt; einer weiteren Sonderrezeptur. Durch ihre hohe Präzision sind diese sogar für Luftlager geeignet, betont Durcrete.

Ökologisch günstige Eigenschaften sind erwiesen

Ein vom Bundeministerium für Bildung und Forschung gefördertes Forschungsvorhaben habe 2012 außerdem ergeben, dass Nanodur einen deutlich günstigeren ökologischen Fußabdruck hinterlasse als konventionelle UHPC oder gar epoxidharzgebundener Mineralguss. Bei der Verarbeitung sind keine Lösungsmittel nötig, wie es heißt, weil die Reinigung der Arbeitsgeräte mit Wasser ausreicht.

Durcrete GmbH auf der EMO 2013 in Halle 7 auf Stand E 27.

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