Werkzeugmaschinen

Schlüsselfertige Maschinenkonzepte setzen sich durch

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„Done in one“ als Wettbewerbsvorteil

Warum die Wahl auf Mazak fiel, ist für Berghaus klar: „Wenn ich eine andere Maschine kaufe, habe ich auch eine andere Steuerung, und da uns Mazak alles bieten kann, was wir brauchen, sind wir nicht gezwungen, nach einem anderen Hersteller zu suchen. So haben wir überall das gleiche Konzept, immer die gleiche Steuerung, somit auch einen geringeren Schulungsbedarf oder auch mit Blick auf China können wir alles untereinander austauschen, egal ob nach China oder Bernsdorf.“ Warum auch etwas ändern, wenn man von einem Hersteller alles bekommt, was man braucht?

Begeistert zeigt sich Klauke auch von dem Mazak-Service. „Wenn ich heute anrufe, ist morgen das Teil da, parallel wird der Monteur schon eingeplant, das Teil und der Monteur kommen so praktisch zeitgleich ins Haus“, so Berghaus weiter. Seit 1997 bietet Mazak einen 24-Stunden-Service an und das sieben Tage die Woche. Servicetechniker versuchen dann, am Telefon den Fehler zu lokalisieren, laut einer Statistik auch sehr erfolgreich. So können bereits zwei Drittel der eingehenden Probleme am Telefon geklärt werden, der Rest macht es nötig, dass ein Techniker oder ein Ersatzteil rausgeschickt werden muss.

„Parallel dazu hat Klauke vor einigen Jahren eine Reparatur-Wartungsabteilung eingeführt, sodass eine vorbeugende Wartung durchgeführt werden kann und keine unnötigen Ausfälle entstehen“, ergänzt Wimmers. „Das Personal von Klauke ist dazu sehr gut geschult, Mazak bietet ja selbst auch Schulungen und Wartungskurse an, sodass wir aus unserer eigenen Instandhaltung relativ viel machen können“, schließt Berghaus sich an. Somit erleichtert Mazak seinen Service und kann Probleme viel effektiver am Telefon lösen, wenn der Anwender konkret den Maschinentyp und das Problem benennen kann.

Einmal in der Woche wählt Klauke das Mazak-„Sorgentelefon“, recht selten, wenn man bedenkt, dass die Maschinen dreischichtig im Betrieb sind, und das teilweise sechs Tage die Woche. Klauke ist dadurch in der Lage, seine Maschinen über zehn Jahre laufen zu lassen, was nicht immer selbstverständlich ist.

Flexibel mit dem Palletechsystem

Im Jahre 2006 fiel erneut die Wahl auf Mazak, als Klauke das erste horizontale Bearbeitungszentrum HCN-6000 mit einem Palletechsystem-Starterset für zwölf Paletten und einem Werkzeugmagazin für 120 Werkzeuge bestellte. Der Vorteil im Palletechsystem liegt darin, dass man es beliebig mit weiteren Bearbeitungszentren oder Spannstationen erweitern kann. So wie es Klauke vor wenigen Monaten auch tat. „Die Anforderungen waren da, deshalb wollten wir das System erweitern. Der Vorteil bei dem System liegt unter anderem darin, dass wir nicht nur einen oder zwei Maschinentische haben, bei denen wir alles immer ab- und wieder aufbauen müssen, sondern wir haben alles direkt fertig“, erläutert Berghaus.

Mittlerweile sind 44 Maschinentische für drei Maschinen im Einsatz. Dabei bleiben die Vorrichtungen immer an ihrem Platz. Dadurch entfällt der Umbau, minimiert sich der Rüstaufwand und der Mitarbeiter wählt nur das Programm an und schaut, ob die Werkzeuge in Ordnung sind. Die Möglichkeit zur Erweiterung wurde bereits zum dritten Mal in Anspruch genommen, Klauke stockte auf insgesamt vier Maschinen mit 60 Paletten und drei Ladestationen auf. Zwei Maschinen wurden mit dem neuen Werkzeugmagazin Tool Hive für je 240 Werkzeuge ausgestattet.

Dabei sind beide Seiten darauf bedacht, ihr Know-how in die eigenen Produkte zu stecken. So kann Mazak eine Fertigungstiefe von ungefähr 80 % vorweisen. Komponenten für seine Maschinen fertigt der Hersteller größtenteils auf seinen eigenen Maschinen. Auch Klauke vergibt ungern Arbeit nach extern. „Teile, die kompliziert sind und wo es drauf ankommt, die machen wir lieber selbst“, erklärt Berghaus. So stellt Klauke beispielsweise Teile für seine Verpressungsmaschinen für den Sanitärbereich her oder für den Elektrobereich, um Kabelschuhe zu vercrimpen. „Das ist sozusagen der Einsatzzweck der Abteilung, um die Teile für die Maschinen zu liefern“, so Berghaus weiter.

Die Arbeit der beiden Hersteller sieht ungefähr so aus, dass Klauke sich im Vorfeld Gedanken zu einer neuen Maschine macht, irgendwann den Mazak-Gebietsvertreter Wimmers hinzuzieht, der seine Erfahrungen einfließen lässt, was gehen könnte und was nicht. „Im Anschluss stößt Mazak dazu, macht eine Zeitstudie und kann uns vorab bereits sagen, wie lange das Teil läuft, und garantiert das dann auch für das Teil, was von der Maschine kommt“, so Berghaus.

Dafür braucht Klauke Mazak, da der Japaner sein Portfolio am besten kennt und weiß, was mit welcher Maschine realisierbar ist. „Wir bauen ungefähr 250 verschiedene Maschinen, aus diesem Portfolio wird dann genau die richtige für den Kunden ausgesucht, damit dieser effektiv und kostengünstig produzieren kann“, ergänzt Müller. Ist die Maschine schlüsselfertig, verlässt Mazak Klauke, dann läuft die Maschine und das Werkstück ist eingefahren, so wie es Klauke wünscht. MM

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