Messtechnik

Schnell messen auf das µ genau

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Weil die Kosten für gute Maschinen im fünfstelligen Bereich liegen, kann der Kunde nicht sorgfältig genug auswählen. Christian Pfau, Vertriebsleiter der E. Zoller GmbH & Co. KG, Freiberg, bringt es auf den Punkt: „Was ich einem Kunden oder Interessenten, dem seine Arbeit am Herzen liegt, sagen würde, damit sein Betrieb modern, produktiv, und erfolgreich bleibt? ’Denken Sie nicht nur an das Geld, denken Sie an den Nutzen. Nehmen Sie ihre anspruchsvollsten Werkzeuge und lassen Sie sich das Einstell- und Messgerät vorführen, bedienen Sie es möglichst selbst und seien Sie kritisch, damit Sie sehen, was Sie erwartet und was Sie erhalten.“

Große Produktpalette mit vielen Varianten

Die Hersteller bieten große Produktpaletten mit einer Vielzahl von Varianten an. Modulare Baukastensysteme, gleiche Grundtechnik mit Sonderausführungen, taktil, optisch oder als Triplett, bestehend aus Kamera, taktilem Taster und Laserscanner, Werkzeugmessung auf der Maschine oder Projektoren.

Auch der Konkurrenzkampf unter den Anbietern trägt nicht dazu bei, es dem Kunden leichter zu machen. Gleichwohl ist er auf die Ausführungen des Anbieters angewiesen. Deshalb tut er gut daran, vor dem Gespräch einen umfangreichen Fragenkatalog zu entwickeln und sich vorab intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. So kann er am ehesten Aussagen der Berater auf ihre Eindeutigkeit hin überprüfen.

Der Berater seinerseits muss ein umfangreiches Wissen vorweisen können. „Für den Bereich Beratung sind vor allem Anwendungs- und Produktkenntnisse erforderlich, die idealerweise in der industriellen Praxis erworben wurden“, stellt Dr. Jan Linnenbürger, Leiter Messtechnik der Renishaw GmbH, Pliezhausen, fest.

„Der Mitarbeiter soll den Kunden über die Einsatzvorteile informieren und ihn bei der Produktanwendung unterstützen. Dazu muss er das Spektrum des Marktes und die Unterschiede kennen“, ist der Anspruch von Dr. Linnenbürger. „Eine weitere Anforderung bei uns ist, dass der Mitarbeiter Grundkenntnisse von verschiedenen Steuerungen hat. Denn das ist der Unterschied zur Industrie, wo meist von jeweils nur einer Steuerung ausgegangen wird. Wir haben umfangreiche Erfahrungen in der Konstruktion. Quasi seit der Erfindung des Messtasters, die durch unseren Firmengründer erfolgt ist.“ Durch gute Kenntnis der Anforderungen und natürlich auch durch entsprechend umfangreiche Testverfahren wie Vibrations- und Dichtigkeitstests könne man das Ganze in der Praxis nachweisen.

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