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Messtechnik

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Kunde kann die Maschine selbst ausprobieren

Die gleichen Voraussetzungen der Kundenbetreuung gelten auch für EuM-Geräte. Hier liegt die Laufzeit eines Projektes zwischen einem halben und zwei Jahren. Zur Präsentation bringt der Kunde idealerweise seine eigenen Werkzeuge mit, denn wenn er die Maschine selbst ausprobieren kann, erlebt er, welche extremen Unterschiede auf diesem Gebiet bestehen und wie verschieden die Systeme der einzelnen Anbieter sind.

„Wir ermitteln mit dem Kunden gemeinsam, was für einen Maschinenpark er hat, welche Werkzeugschnittstelle, welches Programmiersystem, wo er hin möchte und für welche Werkzeuge das Einstell- und Messgerät gedacht ist“, erläutert Christian Pfau die Praxis. „Daraus ermitteln wir dann systematisch die richtige Lösung. Meist gibt es eine preiswerte Ausführung und eine umfangreichere. Und dann wird der Nutzen dargestellt, was gewinnen Sie mit der einfachen und was gewinnen Sie mehr mit der komfortableren Lösung. Hierbei ist es auf jeden Fall wichtig, auch in die Zukunft zu denken.“

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Zertifizierung nützt Kunden und Anbietern

Ist der Kunde zertifiziert, verringert sich die Auswahl der Anbieter. Viele arbeiten nach DIN-EN-ISO-Normen und VDI/-VDE Normen, andere nicht. In der Richtlinie VDI/VDE 2617 sind Kenngrößen zur Beschreibung der Genauigkeit von Koordinatenmessgeräten (KMG), die sowohl berührend als auch berührungslos arbeiten, festgelegt, und Verfahren zu ihrer Prüfung beschrieben. Die DIN EN ISO 10360 behandelt geometrische Produktspezifikationen (GPS), wie Annahme- und Bestätigungsprüfungen für KMG.

„Es gibt seit den 90er Jahren VDI-Richtlinien zu optischen Koordinatenmessgeräten, an denen ich selbst mitgewirkt habe“, ergänzt Dr. Christoph. „Es wird hierzu eine ISO 10360 Blatt 7 geben, die auch optische Koordinatenmessgeräte und damit auch optische Werkzeugmessgeräte mit umfasst. Firmen, die diese Nachweise nicht erbringen können, werden es bei anspruchsvollen Kunden schwer haben und in Erklärungsschwierigkeiten geraten.“

Wenn beim Kunden nach DIN ISO 9001/2000 gearbeitet wird, muss der Anbieter das Qualitätsmanagement aufrechterhalten und durchweg zertifiziert werden. Das heißt, der Kunde kann nicht mit jeder Maschine arbeiten. „Wir nehmen unsere Maschinen nach DIN 10360 und VDI 2617 ab“, erklärt Dr. Kleuver. „Das heißt: Die Kalibrierung unserer Maschinen, alles was wir tun, muss rückführbar sein. Wir geben für jede Maschine freiwillig eine E1, E2 und E3 an.“ Das sind die Antastunsicherheiten, nach der Norm DIN EN 10360 oder VDI/VDE 2617.

Hertha Kerz ist Fachjournalistin in Hamburg.

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