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Messtechnik Schnell messen auf das µ genau

| Autor / Redakteur: Hertha Kerz / Ulrike Gloger

Schnelles, einfaches, genaues und zuverlässiges Messen bedeutet weniger Maschinenstillstand und mehr Gewinn. Die besten Einstell- und Messgeräte sind so wirtschaftlich, dass sie die Stillstandszeiten von Werkzeugmaschinen um bis zu 15% reduzieren können. Hier eine Übersicht, worauf bei diesen Mess- und Einstellgeräten zu achten ist.

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Dr. Wolfram Kleuver, Geschäftsführer der Dr. Heinrich Schneider Messtechnik GmbH, Bad Kreuznach: „Es wird viel versprochen, aber wir versuchen, unsere Versprechen zu halten. Was wir aber nicht versprechen, ist, dass wir irgendwelche astronomischen Genauigkeiten erreichen. Wir sind in den realistischen Werten.“ Bild: Heinrich Schneider Messtechnik
Dr. Wolfram Kleuver, Geschäftsführer der Dr. Heinrich Schneider Messtechnik GmbH, Bad Kreuznach: „Es wird viel versprochen, aber wir versuchen, unsere Versprechen zu halten. Was wir aber nicht versprechen, ist, dass wir irgendwelche astronomischen Genauigkeiten erreichen. Wir sind in den realistischen Werten.“ Bild: Heinrich Schneider Messtechnik
( Archiv: Vogel Business Media )

Sind die Geometriedaten von Werkzeugen nicht ausreichend bekannt, stellt die Werkzeugmaschine Ausschuss her. Deshalb sind präziseste Einstell- und Messgeräte (EuM-Geräte) zur Messung der Werkzeuge unentbehrlich. Innovationen in der Fertigungsmaschinentechnik und daran angepasste Werkzeuge erzwingen die Weiterentwicklung von EuM-Geräten. Kombinationswerkzeuge, die bis zu neun Einzeloperationen übernehmen können, sind zum Beispiel in der Automobil-industrie nicht ungewöhnlich. Die EuM-Geräte müssen dieser Entwicklung folgen. Und hier kann der Käufer schnell überfordert sein.

Die Systeme der verschiedenen Anbieter haben ihre spezifischen Stärken. Die Kunden kommen oft nicht aus der Messtechnik und müssen sich völlig auf den Anbieter verlassen. „Es wird viel versprochen, aber wir versuchen, unsere Versprechen zu halten“, erklärt Dr. Wolfram Kleuver, Geschäftsführer der Dr. Heinrich Schneider Messtechnik GmbH, Bad Kreuznach. „Was wir aber nicht versprechen, ist, dass wir irgendwelche astronomischen Genauigkeiten erreichen. Wir sind in den realistischen Werten. Wenn ein Kunde Maschinen vergleicht, egal von welchen Herstellern, dann kommt es auf das Kleingedruckte an. Man muss sich genau informieren, was man kauft. Ansonsten fallen aus den Angeboten ganz schnell die Anbieter heraus, die versuchen, ehrliche Angaben zu machen. Ich wehre mich dagegen, unsere Werte unter realistischen Umgebungsbedingungen zu beschönigen.“

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Aussagen der Anbieter sind nur bedingt vergleichbar

Aussagen von Herstellern sind allerdings nur vergleichbar, wenn der Kunde weiß, wie technische Daten gelesen werden, denn die Sprache der Maschinenbauer ist sehr unterschiedlich. Es gibt Allrounder und Spezialisten. Die Maschinen von Allroundern können fast alles vermessen, die von Spezialisten vermessen Werkzeuge. Allrounder sprechen deshalb über Punkte, Linien, Winkel und Radien. Spezialisten von Flutwinkeln, Freiwinkeln, Spanwinkeln und Flugkreisen. Fehler können somit sehr spät in Erscheinung treten, wenn durch ein Werkstück erst beim Endprodukt eine Fehlfunktion auftritt.

„Es gibt sogenannte Angsttoleranzen, so dass ein Fehler zuerst oft gar nicht auffällt. Das ist mehr ein Langstreckenrennen“, bedauert Dr. Ralf Christoph, Geschäftsführender gesellschafter der Werth Messtechnik GmbH, Gießen. „Tritt der Fehler nach langer Zeit auf, zeigt sich die Fehlinvestition, und das kann recht teuer werden. Ich gebe hier nur das Stichwort ‚Produkthaftung’. Deshalb müssen dem Kunden die Hintergründe der Messtechnik, der damit notwendige Aufwand und damit der Preis der Geräte erklärt werden. Das ist nicht so einfach, weil die Anwender oft keine Messtechniker sind.“

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