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Die neue Anlage montiert in einem 20-stufigen Prozess automatisch aus zwölf unterschiedlichen Komponenten wie Kunststoffteilen, O-Ringen und Druckfedern einbaufertige und dichtigkeitsgeprüfte Ventile.
Auf jeweils einem Werkstückträger durchlaufen dazu zwei Ventil-Baugruppen im 6-Sekunden-Takt gleichzeitig die rund um das Transportband angeordneten, hoch spezialisierten Montagestationen. Kommt es zu einem Montagefehler, weil beispielsweise die Abmessungen eines Dichtrings die erlaubten Toleranzen überschreiten, wird der Werkstückträger zwar weitertransportiert, aber an der nächsten Position die Montage des betroffenen Ventils nicht mehr fortgesetzt. Drei Prüfschritte, bei denen die Dichtigkeit des Ventils in der Grund- und in der Arbeitsstellung und die Federkraft der Ventile vollautomatisch kontrolliert werden, stehen dann am Ende des Montageprozesses, bevor die fertig montierten Ventile in einem Pufferbereich gesammelt werden.
IO-Link-Auswerteeinheit verwaltet Datentransfer
Für den reibungslosen Informationsaustausch zwischen Materialfluss und Steuerung sorgt in der Ventilmontageanlage das Identifikationssystem BIS-L, eine Lösung von Balluff, die für extrem raue Umgebungen entwickelt wurde. Sie besteht aus einem robusten, kreisrunden Datenträger an jedem Baugruppenträger, einem Lesegerät an jeder der Bearbeitungsstationen einschließlich der dazugehörigen IO-Link-Auswerteeinheit. Um die Daten zu erfassen, sendet der Lesekopf, der Kommunikationspartner des Datenträgers, ein 125-kHz-Energiesignal. Der Datenträger bezieht daraus berührungslos seine Energie und sendet anschließend seine individuelle Identnummer an das Lesegerät zurück. Die IO-Link-Auswerteeinheit wiederum verwaltet dabei als Bindeglied zwischen Steuerung und Datenträger den Datentransfer.
Die volle Kompatibilität zu konventionellen Sensoren und der einfache Anschluss mit dreiadrigen Sensorkabeln unterscheiden die Schnittstelle IO-Link deutlich von anderen Kommunikationsstandards, die in der Vergangenheit vorgestellt worden sind. Mit IO-Link vereinfacht sich die Verkabelung ganz erheblich. Und dies gilt nicht nur für die IO-Link-fähigen Bauteile der Anlage, sondern ebenso auch für die vielen konventionellen binären Sensoren.
Kernstück IO-Link-Master für den Profibus
Kernstück der Installation sind die IO-Link-Master für den Profibus. Sie machen die IO-Link-fähigen Baugruppen – in diesem Applikationsbeispiel das Identifikationssystem BIS L und die Ventilstecker für Ventilinseln – für die Steuerungsebene verfügbar. Sie verfügen dazu jeweils über vier IO-Link-Anschlüsse.
Der gesamte Datenaustausch zwischen Master und Sensor/Aktuator wird über ein 3-adriges Standard- Verbindungskabel abgewickelt. Zusatzkabel, geschirmte Sonderkabel und unterschiedliche Typen von Anschaltboxen entfallen. Dies trifft auch für den Anschluss herkömmlicher schaltender Sensoren/Aktuatoren zu, für die der Master auch noch vier Standard-IO-Anschlüsse (SIO-Ports) bereithält, die jeweils doppelt belegt sind und vom Anwender frei auf Ein- oder Ausgang konfiguriert werden können.
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