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Sensortechnik

Schnittstelle IO-Link reduziert Aufwand für die Verkabelung

29.08.2008 | Autor / Redakteur: Rainer Frank / Udo Schnell

Die modular aufgebaute Sondermaschine von SMR zur Montage von Ventilen. Bilder: Verfasser
Die modular aufgebaute Sondermaschine von SMR zur Montage von Ventilen. Bilder: Verfasser

Die Schnittstelle IO-Link macht binäre Punkt-zu-Punkt-Verbindungen dialogfähig. Zusätzlich zum Prozesssignal können über ein dreiadriges Standardkabel Parameter-, Diagnose- und Statusdaten übertragen werden. Aufgrund der wegfallenden Parallelverdrahtung ergibt sich beim Aufbau und Einrichten von Maschinen und Anlagen eine deutliche Zeitersparnis. Davon profitiert auch ein Hersteller von Sondermaschinen für die Automatisierung.

Kein tagelanges „Strippenziehen“, keine aufwändige Parallelverdrahtung: Der IO-Link bietet beim Aufbau und Einrichten von Maschinen und Anlagen einen deutlichen Zeitvorteil. Diese Erfahrung machte Christian Wüst, Geschäftsführer der SMR Sondermaschinen GmbH, mit dem neuen feldbusunabhängigen Interface. Der Sondermaschinenbauer mit Sitz in Wutha-Farnroda nutzt die Vorteile der Schnittstelle, um sowohl IO-Link-fähige Sensoren und Aktuatoren als auch eine große Zahl nicht IO-Link-fähiger Bauelemente an einer Montageanlage für Ventile kostengünstig an die Maschinensteuerung anzubinden. Die Balluff GmbH, ein Sensorik- und Verbindungstechnik-Spezialist aus Neuhausen a. d. Fildern lieferte die Komponenten zum IO-Link.

Schnittstelle IO-Link macht Maschinendaten dialogfähig

Entwickelt wurde die Schnittstelle IO-Link, um die binäre Punkt-zu-Punkt-Verbindung dialogfähig zu machen. So lässt sich bei Maschinen der Datenengpass auf der Aktor-/Sensorebene beseitigen, der immer auftritt, wenn über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zusätzlich zum Prozesssignal Parameter-, Diagnose- und Statusdaten zu übertragen sind. Der Schnittstelle IO-Link gelingt dies, weil sie zur Datenübertragung sowohl über einen Prozess- als auch über einen Servicekanal verfügt.

Die Übertragung zusätzlicher Informationen bis an die Steuerungsebene erfordert dank IO-Link erstmals keine mehradrigen Sonder- und Spezialkabel und zusätzliche Schnittstellen mehr, wie man es von konventioneller Technik her kennt. Auch auf die sonst üblichen Anschaltboxen im Feld oder teure Einsteckkarten in der Steuerung kann man verzichten. Es reicht ein kostengünstiges, ungeschirmtes dreiadriges Standardkabel, wie es in der gesamten restlichen Installation ohnehin bereits verwendet wird.

Der 1991 gegründete Sondermaschinenbauer SMR entwickelt und fertigt mit seinen 23 Mitarbeitern sowohl einzelne Automatisierungskomponenten als auch komplette Montageautomaten. Zu den Hauptkunden des Unternehmens zählen Hersteller von Medizintechnik, Zulieferer der Automobilindustrie sowie Unternehmen anderer Branchen. Von der Konstruktion an modernen CAD-Arbeitsplätzen über die Einzelfertigung bis zur Montage der Automatisierungseinrichtungen erfolgt alles aus einer Hand.

Reibungsloser Informationsaustausch

Dies gilt auch für die modular aufgebaute Sondermaschine zur Montage von Ventilen, die SMR für einen Zulieferer eines namhaften Hausgeräteherstellers entwickelt hat. Mit der neuen Montageanlage will sich der Auftraggeber eine weitere Produktlinie aufbauen. SMR hatte bereits 1999 die Vorgängeranlage geliefert, die bis heute zuverlässig ihren Dienst versieht.

 

Schnittstelle für Sensoren und Aktoren

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