Zeitsparfräser Schwer Zerspanbares mit 25 % mehr Vorschub fräsen

Redakteur: Peter Königsreuther

Dormer Pramet hat sein Sortiment aus S7-Fräsern um einige Typen ergänzt. Darunter unter anderem vier 5-schneidige VHM-Werkzeuge. Und das erwartet die Anwender...

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Neue 5-schneidige VHM-Schaftfräser von Dormer Pramet. Sie ergänzen mit drei weiteren 4-Schneidern jetzt das S7-Sortiment für schwer zerspanbare Werkstoffe. Ein um 25 % flotterer Vorschub winkt damit.
Neue 5-schneidige VHM-Schaftfräser von Dormer Pramet. Sie ergänzen mit drei weiteren 4-Schneidern jetzt das S7-Sortiment für schwer zerspanbare Werkstoffe. Ein um 25 % flotterer Vorschub winkt damit.
(Bild: Dormer Pramet)

Dormer Pramets S7-Fräsersortiment wartet jetzt mit einer neuen Fräsergeneration auf! Diese setzt sich aus 5-schneidigen Vollhartmetall-Schaftfräsern zusammen, die sowohl für das dynamische Fräsen in der allgemeinen Zerspanung als auch für den Gesenk- und Formenbau eingesetzt werden können.

Die S7-Fräser sind laut Dormer Pramet insbesondere für die präzise Hochgeschwindigkeitsbearbeitung (High Speed Cutting) von Stählen, Gusseisen und nicht zuletzt auch für Superlegierungen wie Inconel, Hastelloy oder Titanlegierungen ausgelegt – rostfreie Stähle gehören auch dazu. Im Vergleich zu den bekannten 4-schneidigen Fräsern erreicheten die neuen VHM-Schaftfräser wegen der fünften Schneide, die ins Material taucht, messbar höhere Vorschubgeschwindigkeiten, die durchaus im Bereich von 25 % liegen sollen. Dies sei zuletzt auch durch Anwendungstests im XP-Center von Dormer Pramet im tschechischen Šumperk bestätigt worden. Erste Feldversuche in der Industrie führen zu dem gleichen Ergebnis, betont der Hersteller.

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Ein positiver Spanwinkel hat was für sich..

Trotz des höheren Vorschubes gelinge die Bearbeitung absolut prozesssicher. Denn man hat den neuen 5-schneidigen Ausführungen namens S770HB, S771HB, S772HB und S773HB unter anderem einen positiven Spanwinkel gegeben, der einen gleichmäßigen Schnitt ermöglicht und das Risiko von Aufbauschneiden und Ausbrüchen verringert, wie es dazu heißt.

Die wärmebeständige AlCrN-Beschichtung (Aluminiumchromnitrid) stabilisiert die Werkzeuge gegen thermische Belastungen beim Fräsen. Auch die Reibung wird dadurch verringert und der Verschleiß reduziert, heißt es zudem. Der Maschinenbediener spar sich so manchen Werkzeugwechsel, minimiere seine Rüstzeiten und optimiere die Maschinenauslastung.

,,Das spezielle Produktdesign sowie ein kleinerer Eckenradius garantieren stabile Leistungswerte und eine insgesamt längere Werkzeugstandzeit", führt der Dormer-Pramet-Anwendungstechniker Timo Böhl weiter aus.

Das bringt ein spezieller Spanbrecher...

Die Schaftfräser S771HB und S773HB sind insbesondere für das Fräsen enger Taschen sowie für das Trochoidal- und Profilfräsen prädestiniert. Ein spezieller Spanbrecher bringt mehr Spanvolumen und entlastet die Spindel. Rund 50 % mehr Schnittbreite im Vergleich zu üblichen Werkzeugen sind möglich, betont Böhl. Alle S7-Fräser haben einen Freischliff am Werkzeugschaft, wodurch sich bei der Schulterbearbeitung Wandkontakt vermeiden lässt. Die innere Kühlmittelzufuhr verringert zudem eine Aufbauschneidenbildung. Dadurch eignen sich die Fräser auch für schwer zerspanbare Materialien.

Auch die beiden Fräser S770HB und S772HB sind Profil- und Trochoidalfrässpezialisten – und das bis zum Vorschlichten. Dormer Pramet habe das Zeitspanvolumen optimiert, was die Bearbeitungszeiten beim Schruppfräsen verringere und für einen spürbaren Produktivitätsschub in der Fertigung sorgen soll.

Hochleistungsfräser erteilen Spänen eine satte Abfuhr

Außerdem hat Dormer Pramet, wie im Eröffnungsbild schon angedeutet, noch drei universelle Hochleistungsfräser in das bestehende S7-Sortiment aufgenommen. Diese sind sowohl auf CNC-Bearbeitungszentren als auch auf konventionellen Werkzeugmaschinen einsetzbar. Die Ergänzungen heißen S722HB, S765HB und S768. Sie unterstützen das Nuten-, Tauch-, Kontur-, Rampen- und Kopierfräsen der gebräuchlichsten Materialien, einschließlich mittelfester und rostfreier Stähle sowie Superlegierungen. Die Fräser tragen vier Schneiden und eine spezifische Zahnform für eine verbesserte Spanabfuhr. Die eigens entwickelten Hochleistungsbeschichtungen aus AlCrN- und Titansiliziumnitrid (TiSiN) erhöhten einmal mehr die Werkzeugstandzeiten, was auch bei großem Spanvolumen gelte. Die sehr gute Wärmebeständigkeit macht sie auch für die Trockenbearbeitung interessant – selbst bei hohen Schnittgeschwindigkeiten, führt Dormer Pramet weiter aus.

Und noch ein fräsender Neuling:

Im Grunde genommen, sind es sogar vier neue Vollhartmetallfräser! Denn es gibt für Gesenk- und Formenbauer auch den S561, der die Fräserbaureihe abrundet, wie es weiter heißt. Auch dieser Schaftfräser verfügt über ein spezielles Zahndesign zur besseren Spanabfuhr. Er eigne sich für die Hochleistungszerspanung gehärteter Stähle über 49HRC, was ihn für die oben genannten Branchen ideal mache. Aufgrund seiner besonders scharfen Schneiden erreicht man mit dem S561 ausgezeichnete Oberflächengüten bei gehärteten Stählen (52 bis 70HRC), informiert Dormer Pramet zum Abschluss.

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