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Messtechnik Sensor erkennt Farbmarkierungen auf Schweißnähten von Rohren

| Autor / Redakteur: Michael Stenzel / Helmut Klemm

Edelstahlrohre werden in der Regel aus Stahlblech geformt und verfügen über eine geschweißte Längsnaht, die mitunter im Hinblick auf die Weiterverarbeitung farblich gekennzeichnet werden muss. Spezielle Sensoren sorgen dafür, dass solche Markierungen auch auf glänzenden Oberflächen sicher erkannt werden.

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Bild 1: Die geschweißte Längsnaht von Edelstahl-Bandrohren wird farblich gekennzeichnet, wenn die Lage der Naht bei der Weiterverarbeitung von Bedeutung ist: zum Beispiel wenn Stauch- und Streckprozesse beim Biegen berücksichtigt werden müssen.
Bild 1: Die geschweißte Längsnaht von Edelstahl-Bandrohren wird farblich gekennzeichnet, wenn die Lage der Naht bei der Weiterverarbeitung von Bedeutung ist: zum Beispiel wenn Stauch- und Streckprozesse beim Biegen berücksichtigt werden müssen.
(Bild: IPF Electronic)

Geschweißte Rohre werden üblicherweise direkt vom Coil produziert und dabei zunächst zum Schlitzrohr eingeformt, danach entlang der Längsnaht verschweißt und nach dem Glühen und Kalibrieren mit einer Säge in die für den Kunden erforderlichen Längen geschnitten.

Ein Hersteller von Edelstahl-Bandrohren kennzeichnet auf Kundenwunsch die Schweißnaht, wobei die Markierung in unterschiedlichen Farben gemäß Kundenvorgabe erfolgt (Bild 1).

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Solche Kennzeichnungen können für die spätere Weiterverarbeitung notwendig sein, wenn zum Beispiel die Rohre für spezifische Einsatzgebiete gebogen werden müssen, wobei die Lage der geschweißten Längsnaht beim Biegeprozess wegen der Stauchung und Streckung der Rohrwand zu berücksichtigen ist.

Zuverlässige Detektion der Farbmarkierung gefordert

In dem nun dargestellten Fall wollte der Hersteller von Edelstahl-Bandrohren sicherstellen, dass die durchgängige und äußerst zuverlässige Detektion der farblichen Markierung entlang der gesamten Schweißnaht gewährleistet ist. Für diese Aufgabe sollte vor dem Zuschnitt der jeweiligen Rohre ein Sensorsystem eingesetzt werden. Als Komplikation kam hinzu, dass zu den bereits verwendeten Farben weitere vorgesehen werden mussten, weil mit zusätzlichen Kennzeichnungen auf Kundenwunsch zu rechnen war.

Als scheinbar naheliegende Lösung wurde zunächst ein Kontrast-Sensor für die Detektion der Kennzeichnungen präferiert. Allerdings erwies sich der Sensor in der Praxis als unzuverlässig, was angesichts der vielschichtigen Anforderungen der Anwendung nicht verwundert. So ist der Farbauftrag, der über die gesamte Länge der Schweißnaht geprüft werden muss, zum Teil unregelmäßig, wodurch mal mehr und mal weniger Farbe die Oberfläche bedeckt.

Hinzu kommt die starke Eigenreflexion des Rohres, die es einem Sensor nicht leicht macht, zu erkennen, ob genügend Farbe für eine sichere Kennzeichnung der Schweißnaht vorhanden ist oder nicht (Bild 2). Und auch die kurz vor der Prüfstation frisch aufgetragene spiegelnde Farbe erschwert eine zuverlässige Erkennung zusätzlich.

Kompetenter Partner bei komplexen Sensorik-Applikationen

Kommt man mit einer naheliegenden Lösung nicht ans Ziel, ist zumeist guter Rat von Spezialisten gefragt. Diese Spezialisten fand der Hersteller von Bandrohren schließlich in unserem Hause – bei IPF Electronic, dem Anbieter von Sensorlösungen, der über ein breitgefächertes Produktportfolio verfügt und sich in vielen Industriezweigen als kompetenter Partner bei Applikationen mit komplexen Anforderungen an die Sensorik einen Namen erworben hat.

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