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Smarter Späneschutz auf der EMO Hannover 2019

Seriöser Nostradamus sieht in der Schutzabdeckung hell

| Autor/ Redakteur: Ulrich Höltkemeier / Peter Königsreuther

Bei aller Leistung, die Werkzeugmaschinen liefern, ist der effektive Personen- und Maschinenschutz unabdingbar. Toll, wenn dieser auch noch in die Zukunft schauen kann - und zwar wirklich. Halle 7 am Stand C18.

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Predictive Maintenance ermöglicht die permanente Überwachung von Bauteilen direkt an der Maschine – durch Sensoren, die zum Beispiel die Vibration, Temperatur oder Feuchtigkeit messen. Arno Arnold kann diese Möglichkeiten jetzt auf Schutzabdeckungen übertragen. EMO Hannover 2019 in Halle 7 am Stand C18.
Predictive Maintenance ermöglicht die permanente Überwachung von Bauteilen direkt an der Maschine – durch Sensoren, die zum Beispiel die Vibration, Temperatur oder Feuchtigkeit messen. Arno Arnold kann diese Möglichkeiten jetzt auf Schutzabdeckungen übertragen. EMO Hannover 2019 in Halle 7 am Stand C18.
(Bild: Arno Arnold)

In den letzten 30 Jahren hat die Entwicklung von Maschinen einen regelrechten Galopp vollzogen. Die bis zu Beginn der 70er-Jahre weit verbreitete völlig offene Werkzeugmaschine, welche nur mit geringen Schutzvorrichtungen aus kamen, hat nichts mit den hochautomatisierten Maschinensystemen gemeinsam, die heute in der Industrie arbeiten. Zum Glück, denn heute prägen Umwelt- und Sicherheitsanforderungen die Konstruktionen und Maschinenabdeckungen schützen das bedienende Personal vor ungewolltem Zugriff oder den Emissionen der Maschinen. Die Konsequenz: Es gibt einen deutlichen Trend zur vollständigen Kapselung der einzelnen Maschinen.

Die vorausschauende Wartung kann enorme Kosten sparen. Mit Connected Cover von Arno Arnold im Maschinenschutzsystem können Anwender diese geldbeutelschonende Chance nutzen.
Die vorausschauende Wartung kann enorme Kosten sparen. Mit Connected Cover von Arno Arnold im Maschinenschutzsystem können Anwender diese geldbeutelschonende Chance nutzen.
(Bild: Arno Arnold)

Wo aber liegen die Trends bei der Entwicklung einer Schutzabdeckung? Je komplexer eine Maschine wird, und sie werden in der Zukunft sicher noch komplizierter, desto wichtiger wird auch eine optimale Anpassung jedes Details sein. Ein wichtiger Zukunftstrend dabei – neben neuen Werkstoffen, verbesserte Funktionalität, et cetera, ist auch das Thema vorausschauende Instandhaltung - Predictive Maintenance, wie es im Englischen heißt- so die Fachleute vom Spezialisten für Maschinenschutzabdeckungen Arno Arnold. Die sich schon sehr früh mit „intelligent-kommunizierenden“ Schutzsystemen beschäftigten, als Industrie 4.0 für viele noch kein Begriff war.

Wartungsfreundlicher Ausblick

Industrie 4.0 - es geht darum, die Effizienz von Maschinen zu steigern und über die Vernetzung einzelner Komponenten die Produktionsprozesse zu verbessern. In wie weit beeinflusst dies auch die Entwicklungen von Maschinenschutzabdeckungen?

In den letzten Jahren gewinnt das Thema vorausschauende Instandhaltung immer mehr an Bedeutung. Sie ist untrennbar mit Begriffen wie Industrie 4.0, Internet der Dinge (IoT) und Big Data verknüpft. Auch die Maschinenwartung ist auf dem besten Weg in ein neues Zeitalter. Jetzt muss es heißen: Maschinen reparieren, bevor sie kaputtgehen.

Nötig ist dafür eine integrierte Maschinenüberwachung. Predictive Maintenance ermöglicht die permanente Überwachung von Bauteilen direkt an der Maschine. Das geschieht durch Sensoren, die zum Beispiel die Vibration, Temperatur oder Feuchtigkeit messen. Eine spezielle Wartungs-Software erfasst diese Sensordaten, wertet sie aus und erkennt frühzeitig einen möglichen Ausfall von Komponenten. Defekte Bauteile, die zum Stillstand der Anlage führen könnten, werden so unabhängig von den üblichen Wartungszeiten identifiziert und sind dann zeit-nah austauschbar, bevor tatsächlich Schaden entsteht. Predictive Maintenance, die vorausschauende Wartung, kann so enorme Kosten sparen und neue Geschäftsmodelle eröffnen.

Vor dem Riff das Ruder rumreißen

Der wesentliche Vorteil der Predictive Maintenance lässt sich auf ein zentrales Schlagwort reduzieren: Wirtschaftlichkeit. Dabei ermöglicht es die Technologie, Stillstandzeiten zu verringern, Strom zu sparen und Wartungskosten zu senken. Das Einsparpotenzial ist riesig.

Und, die Fachleute von Arno Arnold sind sich sicher, im besten Fall gehen in die Vorhersage der vorausschauenden Wartung nicht nur die Daten der Maschine selbst ein, sondern auch beeinflussende Faktoren wie etwa Bestellhäufigkeiten, Materialqualität oder sogar das Wetter.

Die Sensoren passen zu jedem System

Die Frage, anfangs gestellt, in wie weit dies auch die Entwicklung von Maschi-nenschutzabdeckungen beeinflusst, hat die Experten bei Arno Arnold seit Jahren beschäftigt. Eine der vielen Ideen war der „selbstmeldende Balg“. Wie das Unter-nehmen dazu erläutert, ist das Entscheidende die intelligente Anbindung von Sensoren im Faltenbalg. Im Ergebnis führt der Einsatz einer „kommunizierenden Schutzabdeckung“ zu einer hohen Prozesssicherheit und einer Minimierung der Fehlerquote in der Maschine.

Die Verarbeitung der Sensoren ist technisch so entwickelt, dass sie in nahezu jede Art von Schutzabdeckung einbindbar sind. Die Meldungen können in einem Alarmsystem Teil der Vorrichtung sein oder in ein bereits vorhandenes Datensys-tem integriert werden.

Wenn Schutzsysteme miteinander reden

In Schutzabdeckungen integrierte Sensorik liefert in Industrie 4.0 Konzepten im-mer genauere Daten zu real vorliegenden Belastungen. Daraus entstehen, für den Anwender viele Vorteile wie eine präzise Planung der Ersatzteilbeschaffung, ein Hochverfügbarkeitspaket – zum Beispiel rechtzeitiger Hinweis auf Verschleißgrenze – sowie der Ausschluss von Ersatzteilplagiaten und die Fernüberwachung bei mannloser Bedienung.

Aus der intensiv geführten Entwicklungsarbeit bei Arno Arnold zum Thema intelligent-kommunizierende Schutzsysteme, resultierte im Jahre 1985 die erste Schutzrechtsanmeldung für einen „Faltenbalg mit integrierter Detektoreneinrichtung“, welche im Jahre 1993 zur Patenterteilung (DE 35 32 702) führte. Aufgrund der Vielzahl der heute zur Verfügung stehenden Sensoren machte das Unternehmen die damalige Pionierleistung IOT-fähig und nennt es heute Connected Cover. In die vollständig vernetzte, mannlose Produktion der Zukunft fügt sich die eigenständig selbst nachbestellende Schutzabdeckung künftig ein. Und das sind die Sensoren, die eingesetzt werden können:

  • Beschleunigungsssensor: etwa zur Klassifizierung und Quantifizierung der geleisteten Hübe und somit zur Ermittlung des Verschleißgrades;
  • Drucksensor zum Hinweis auf Fremdkörper im Balg und auf eine erforderliche Reinigung;
  • Temperatursensor zum Hinweis auf mögliche Schäden an den Kunststoff-Bauteilen aufgrund von Überschreitung von Grenzwerten;
  • Vibrationssensor, der eine erforderliche Schmierung ankündigt.

Zusammenfung der Vorteile

Flexibel anpassbare Konzepte für den Maschinenschutz sind ein Trend der Zukunft. Intelligent kommunizierende Schutzsysteme sind ein wichtiger Teil dabei. Daher wird der Entwicklung passgenauer und praktikabler Maschinenabdeckungen viel Zeit und Planungsarbeit gewidmet, um ein raffiniertes, passgenaues und langlebiges Abdeckungskonzept zu schaffen, das den Kunden begeistert. Arno Arnold definiert sich als Premiumhersteller von Schutzabdeckungen, und so ist man auch in der Lage für jeden Bedarfsfall eine funktional optimale Lösung zu entwickeln und zu liefern – auch im Sinne einer vorausschauenden Maschinenwartung.

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