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Tafelscheren

Servomotorische Tafelscheren mit halbem Energiebedarf

| Redakteur: Peter Königsreuther

Mit der neu entwickelte, kulissengesteuerte Tafelscheren-Serie G-Electro Cut von Boschert können Anwender bei der Blechzurichtung Leerlaufzeiten minimieren, Schnittzyklen erhöhen und Kosten reduzieren, wie der Hersteller verspricht.

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Die G-Electro Cut von Boschert ist eine Tafelschere, die mit ihrem elektrischen Antriebskonzept aus AC-Servomotor mit Riementrieben, wie es heißt, derzeit einmalig am Markt ist. Die Kraft des Elektromotors ließe sich sehr effizient einsetzen und benötige rund 50 % weniger Energie im Vergleich zu konventionellen Systemen.
Die G-Electro Cut von Boschert ist eine Tafelschere, die mit ihrem elektrischen Antriebskonzept aus AC-Servomotor mit Riementrieben, wie es heißt, derzeit einmalig am Markt ist. Die Kraft des Elektromotors ließe sich sehr effizient einsetzen und benötige rund 50 % weniger Energie im Vergleich zu konventionellen Systemen.
(Bild: Boschert)

Die G-Electro Gut von Boschert gilt nicht zuletzt als die erste voll elektrisch betriebene Anlage ihrer Art. Der Motor arbeite bei diesem Konzept nur, wenn die Schere einen Hub auslöse, was rund 50 % weniger Energiebedarf im Betrieb bedeute.

Innovative Hochhalteeinheit fürs Blechschneiden

Bei der Effizienzsteigerung hilft auch ein einstellbarer Schneidwinkel zwischen 0,5 und 2 °, der die Anpassung an Material und Blechdicke erlaubt sowie eine, wie es heißt, innovative Hochhaltevorrichtung für die Bleche. Letztere schleust laut Beschreibung das geschnittene Blechteil wahlweise, wie bei konventionellen Scheren üblich, nach hinten aus, befördert es nach vorn in eine Wanne oder zurück auf den Maschinentisch.

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Dünne Bleche verdrehsicher schneiden

Der Anwender profitiere durch eine höhere Flexibilität im Produktionsprozess und könne so nachgelagerte Arbeitsschritte besser anbinden. Auch lassen sich damit in Kombination mit dem einstellbaren Schneidwinkel auch kleinere und dünnere Blechstreifen nahezu verdrehungsfrei schneiden, betont Boschert. Auch bei Schnittgeschwindigkeit und Produktivität hat die G-Electro Cut die Nase vorn. Denn anders als hydraulische Antriebe kann ihr Servomotor Richtung und Geschwindigkeit sofort ändern. Die elektrische Variante eliminiert zudem Einschränkungen wie Verweil- und Umschaltzeiten oder die systembedingte Trägheit. Das Ergebnis sind höhere Schnittgeschwindigkeiten und kürzere Schneidzyklen. Bis zu 40 Schnitte pro Minute sollen mit der Anlage möglich sein. So kann der Anwender pro Jahrmehrere tausend Euro an Energiekosten einsparen, prognostiziert Boschert.

Tafelschere ermittelt Schneidwinkel automatisch

Die G-Electro-Serie besteht momentan aus drei Modellen, der G-Electro Cut 2004, der G-Electro Cut 3006 und der G-Electro Cut 4006 (im Bild), so Boschert. Die Maschinen setzen 2000 respektive maximal 4000 mm lange Schnitte in bis zu 4 beziehungsweise 6 mm starke Stahlbleche oder 2 bis 4 mm dicken Edelstahl. Über einen übersichtlichen 10,4 -"-Farb-Touchscreen erfolgt die Wahl zwischen unterschiedlichen Schnittprogrammen, der Start des (Halb-)Automatikmodus und die Programmierung der gewünschten Schnittlängen. Die Steuereinheit übernimmt dabei die Schnittspaltverstellung und berechnet anhand des Materials und der Blechdicke automatisch den optimalen Schneidwinkel, so Boschert.

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