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Arburg auf der Fakuma 2018

Sextett der anspruchsvollen Kunststoffverarbeitung

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Spannseilfertigung demonstriert Industrie-4.0

Der Trend der Globalisierung und die digitale Transformation der Produktion stellen auch die Kunststoffbranche vor große Herausforderungen, wie Arburg festellen muss. Durch eine informationstechnische Vernetzung von smarten Maschinen und Fertigungsprozessen könnten Spritzgießer die Wertschöpfung und Produktionseffizienz aber weiter steigern. Wie sich individuelle Kundenwünsche online in den laufenden Spritzgießprozess einbinden lassen, zeigt das Praxisbeispiel „Spannseile“. Der Auftrag zur Fertigung derselben wird dabei über das Kommunikationsprotokoll OPC UA direkt an die Steuerung übertragen. Eine Turnkey-Anlage, die rund um eine vertikale Spritzgießmaschine Allrounder 375 V aufgebaut ist, hat man dazu mit einem platzsparenden, innerhalb der Aufstellfläche angeordneten 6-Achs-Roboter automatisiert, so Arburg. Diese produziert vor Ort die elastischen Spannseile „on demand“ und dennoch wirtschaftlich in Serie in verschiedenen Varianten – von Schuss zu Schuss flexibel, ganz ohne Umrüsten der Maschine.

Dünnwandige Behälter fix gefertigt

Erstmals ist auf der Fakuma 2018 laut Arburg ein hybrider Allrounder 820 H im sogenannten Clamp-Design zu sehen, das mit dem hybriden Allrounder 1120 H eingeführt wurde, und, wie es weiter heißt, in spezieller „Packaging“-Ausführung gezeigt wird. Diese Hochleistungsmaschine für Anwendungen in der Verpackungsindustrie verfüge über 3700 kN Schließkraft und eine überarbeitete leistungsstärkere Spritzeinheit der Größe 2100. Durch angepasste Ventiltechnik ließen sich damit etwa eine noch höhere Dynamik und Reproduzierbarkeit erzielen und noch höhere Einspritzgeschwindigkeiten von bis zu 500 mm/s. „Ready for digitalisation“ ist das Motto des neuen Allrounders, der außerdem durch seine vier Assistenzpakete punktet, die ab der Fakuma 2018 ohne Aufpreis für alle Allrounder im Clamp-Design und mit Gestica-Steuerung standardmäßig erhältlich sind, betont der Aussteller. Das Exponat fertige in einer Zykluszeit von rund 3,8 s vier dünnwandige IML-Behälter aus PP mit je 500 ml Fassungsvermögen, die auch noch auf einem Förderband gestapelt werden.

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Elektrische Fertigung mit optischer Prüfung

Die elektrischen Einstiegsbaureihe Golden Electric ist laut Arbrug dafür prädestiniert, den technischen Spritzguss wirtschaftlich zu meister. Deshalb zeigt man die Anfertigung eines hochpräzisen technischen Gehäusebauteils für die Aufnahme optischer Komponenten, die auf einem elektrischer Allrounder 570 E Golden Electric mit 2000 kN Schließkraft gefertigt werden. Die Anwendung sei mit einem vertikalen eingreifenden Multilift Select außerdem platzsparend automatisiert. Nach Entnahme des 265 g auf die Waage bringenden Bauteils aus PPA (GF35) werde optisch geprüft, ob die Kontur den Sollvorgaben entspreche, ob das Teil komplett ausgespritzt sei und ob es die erforderlichen Durchbrüche gebe. Danach trennt das System die Angüsse ab und die Gutteile werden auf einem Förderband abgelegt, erklärt Arburg. Die Zykluszeit dafür wird mit rund 55 s angegeben.

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