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Was sind die Unterschiede zwischen SYMG Produktionsabläufen im Vergleich zu den Weltklasse-Herstellern?
Guan: Die Trends in der Herstellung sind auf der ganzen Welt ähnlich. Die Produktion von Autoteilen hat sich von Produktionslinien in Produktionszellen gewandelt. SYMG benutzt die gleiche Strategie, indem sie eine Art freier organisatorischer Struktur mit einer Zellproduktionsmethode in der Montage kombiniert.
Wir müssen auch in der Produktion effizienter werden, denn die Arbeits- und Finanzierungskosten steigen auch in China. Ursprünglich war der einzige Vorteil von chinesischen Herstellen die niedrigen Lohnkosten. Aber die Lohnkosten steigen um etwa 10% pro Jahr. Unsere traditionellen Produktionsmethoden haben zu viel von unseren Unternehmensressourcen verbraucht. Zum Beispiel sind unsere Lieferketten zu lasch, mit zu viel Material in unseren Lagern.
Mit der Steigung der Arbeitskosten wird sich unsere Produktionsstruktur verändern. Wir werden die gesamten menschlichen Ressourcen auf unsere Produktintegration konzentrieren, um die Kunden mit Lösungen und Marketingservice bedienen zu können. Bisher haben wir etwa 70% Frontline-Mitarbeiter in der Fertigung. Unser Ziel war es, das Verhältnis von 50:50 mit Marketing-Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung einerseite und Produktion andererseits zu realisieren.
Mit Blick auf unsere langfristige Entwicklung und unsere geplante Zusammenarbeit mit DMG und Mori Seiki werden wir 3000 Mitarbeiter innerhalb von drei Jahren benötigen. Wir haben auch ein Joint-Venture mit Foxconn abgeschlossen, um elektrische Spritzgießmaschinen mit brandneuen Maschinenkonzepten und einer jährlichen Produktionskapazität von 10.000 Einheiten zu produzieren. Diese Maschinen werden alle an Foxconn geliefert werden. Das Unternehmen hat den Betrieb bereits aufgenommen und wird innerhalb von vier Jahren 6.000 Mitarbeiter benötigen.
Die weitere Entwicklung beinhaltet die Industrie Automation Shenzhen, die sich auf die Produktion von Frequenzumrichtern, CNC, PLCs und Industrierobotern spezialisiert hat. Das ist die Stärke und Flexibilität der Fertigung in China. Wir können 4000 Menschen aus den laufenden Produktionsvorgängen entsenden und wir werden in den nächsten 5 Jahren 5000 Menschen in Shenyang einstellen und ausbilden.
Wie ist der derzeitige Personalbestand bei SYMG?
Guan: SYMG verfügt über insgesamt 18.000 Mitarbeiter. Vor zehn Jahren hatten wir in unseren drei Fabriken 30.000 Mitarbeiter, knapp 20.000 davon wurden in der Zwischenzeit entlassen oder arbeiten in einem anderen Unternehmen auf Grund von betrieblicher Umstrukturierung. Wir werden also nicht plötzlich stärker – es war ein langer und sehr schmerzhafter Prozess.
Welche Ziele möchten Sie in den nächsten fünf Jahren erreichen?
Guan: SYMG wird in Zukunft mit zwei Problemen konfrontiert sein: Das erste ist die Internationalisierung unseres Geschäfts. Das zweite ist unsere Positionierung im globalen Markt. Unsere Aufgabe ist es, unser Unternehmen zum Weltmarktführer zu entwickeln – nicht aber zum Technologieführer. Durch die Umsetzung der Smart-Strategie werden wir nach und nach zum Marktführer werden. Während der Umsetzungsphase des Konzepts werden wir unsere Organisation und Abläufe kontinuierlich verbessern. Hierfür setzen wir auf die Hilfe von deutschen Experten aus unserem Unternehmen, die uns in allen Geschäftsbereichen unterstützen.
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